Krebserregende Lebensmittel: Diese 5 erhöhen das Krebsrisiko!

Katharina Flick

Durch den Konsum einiger Lebensmittel steigt das Krebsrisiko an ­– diese fünf krebserregenden Lebensmittel wurden von Stiftung Warentest bestätigt. 

Das Krebsrisiko kann durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel gesteigert werden. Die Gründe, warum Lebensmittel krebserregend sind, sind vielfältig. Da in Deutschland durchschnittlich jeder zweite einmal in seinem Leben an einer Form von Krebs erkrankt, lohnt es sich, die Liste der krebserregenden Lebensmittel einmal genauer anzuschauen. Laut der World Health Organisation (WHO) ist sogar jede dritte Krebserkrankung auf falsche Ernährung, anhaltenden Bewegungsmangel und daraus resultierendes Übergewicht zurückzuführen.

 

1. Wurst und Schinken als krebserregende Lebensmittel

Seit 2015 sind geräucherte, gepökelte und gesalzene Fleischprodukte als karzinogen eingestuft. Produkte wie Salami, Schinken oder Wiener Würstchen stehen damit auf der gleichen Stufe wie Tabak: Sie erhöhen bewiesenermaßen das Krebsrisiko. Im Falle von den Wurstwaren ist es das Darmkrebsrisiko, das bei übermäßigem Konsum stark erhöht wird. Die WHO empfiehlt daher, den Konsum auf maximal 50 Gramm pro Tag zu beschränken. Bei einem erhöhten Verzehr steigt das Risiko auf Darmkrebs um 18%.

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2. Rotes Fleisch wird als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft

Die Interna­tionale Agentur für Krebs­forschung hat rotes Fleisch, dazu gehören Schweine-, Rind-, Lamm- und Ziegenfleisch, als "wahrscheinlich karzinogen" eingestuft. Die Krebsforschung hält einen Zusammenhang zu einer Erkrankung mit Darmkrebs für möglich, eventuell auch mit Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs. Als Richtlinie wird empfohlen, nicht mehr als 500 Gramm Steak, Hack und Kotelett wöchentlich zu verzehren.

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3. Milch in großen Mengen vergrößert das Krebsrisiko bei Männern

Ein gesundes Maß ist bei der Milch der wichtigste Faktor. So kann der Verzehr von 0,2 bis 0,8 Litern Milch- und Milchprodukte vor Dickdarmkrebs schützen und Frauen eventuell vor Brustkrebs bewahren. Das Kalzium in den Milchprodukten erhöht jedoch in zu großen Mengen möglicherweise das Protatatkrebsrisiko. Seit 2012 empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung daher maximal 1,5 Gramm Kalzium pro Tag, das entspricht 1,25 Liter Milch oder 140 Gramm Hartkäse.

 

4. Zucker als indirekt krebsförderndes Lebensmittel

Zucker verursacht vor allem indirekt Krebs, da ein übermäßiger Verzehr dick macht und Übergewicht allein als drittgrößter Faktor für mindestens 13 Krebsarten gilt. Aufgrund dessen sollte auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Zucker sollte nur in Maßen und zu besonderen Momenten genossen werden.

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5. Alkohol erhöht das Krebsrisiko

Alkohol zu trinken, erhöht das Risiko für sieben Arten von Krebs: in Mund­höhle, Speise­röhre, Hals, Leber, Darm und Brust. Dabei gilt: Je mehr Alkohol man trinkt, umso schädlicher wirkt er auf den Körper. Ein Rausch ist somit schlechter als gelegentlich ein Glas. Die Art von Alkohol spielt dabei keine Rolle. Am besten für den Körper ist eine abstinente Lebensweise. Ansonsten gilt als Richtwert für Frauen: Maximal ein Drink pro Tag. Für Männer sollten es nicht mehr als zwei Drinks pro Tag sein. Ein Drink beinhaltet entweder ein kleines Bier (0,3 Liter) oder ein kleines Glas Wein (0,1 Liter).

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Kann gesundes Essen einer Krebserkrankung vorbeugen?

Die Antwort der Forscher lautet: Jein! Kein Lebensmittel, ob Superfood oder nicht, kann allein einer Krebserkrankung vorbeugen. Aber eine gesunde, ausgewogene, hauptsächlich pflanzenbasierte Ernährung lässt das Krebsrisiko laut WHO um 11 % sinken. Wenn dazu krebserregende Lebensmittel, wie Wurstwaren oder Alkohol vermieden oder ganz aus dem Speiseplan gestrichen werden, kann sich dies positiv auf die Gesundheit auswirken.

Quelle:

Krebs: Welche Lebens­mittel das Risiko erhöhen, in: Stiftung Warentest 04/19

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