Krankenkasse: Zusatzbeiträge steigen wegen Corona

Katharina Flick

Wegen der Coronakrise steigen die Zusatzbeiträge der Krankenkassen im nächsten Jahr - und kratzen damit an der Höchstgrenze für Sozialversicherungsbeiträge.

2021 steigen die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung
2021 steigen die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung Foto:  iStock | ljubaphoto
Inhalt
  1. Um wie viel Prozent steigen die Krankenkassenbeiträge wegen Corona?
  2. Warum werden die Beiträge 2021 erhöht?
  3. Wen trifft die Erhöhung der Krankenkassenzusatzbeiträge am stärksten?
 

Um wie viel Prozent steigen die Krankenkassenbeiträge wegen Corona?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfinanzminister Olaf Scholz haben sich auf eine Anhebung der Beiträge um 0,2 Prozent auf dann 1,3 Prozent geeinigt. Nach dem von der Bundesregierung verabschiedeten „Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der Zusatzbeiträge“ erreichen die Sozialversicherungsbeiträge eine Gesamtbelastung von 39,95 Prozent – und damit fast die für die Coronakrise festgelegte Höchstgrenze von 40 Prozent.  Die Bundesregierung hatte im Juni die Sozialgarantie 2021 beschlossen und betont, die Sozialbeiträge in der derzeitigen Wirtschaftskrise unter 40 Prozent halten zu wollen.

Graphische Darstellung der Infektionskette
NEWS Corona-Superspreading-Event: 2.500 Menschen in Quarantäne!

 

Warum werden die Beiträge 2021 erhöht?

Grund für die Anhebung sind die höheren Ausgaben durch die Coronakrise sowie die niedrigeren Einnahmen durch die wirtschaftlich schlechte Lage. Für 2021 wird daher eine Finanzierungslücke von 16 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung erwartet. Dabei sollen fünf Milliarden Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt werden und weitere acht Millionen Euro aus den Rücklagen der Krankenkassen. Die verbleibenden 3 Milliarden Euro sollen über die Erhöhung der Zusatzbeiträge der Krankenkassen erwirtschaftet werden.

Einige Fakten sprechen gegen einen erneuten Lockdown
Service Corona: Neuer Lockdown? Das spricht dagegen

 

Wen trifft die Erhöhung der Krankenkassenzusatzbeiträge am stärksten?

Wie hoch die Belastung für jeden Einzelnen ist, wird individuell geregelt, da die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags jede Krankenversicherung selbst festlegt. kinderlose Erwerbstätige zahlen jedoch auf jeden Fall drauf. Da sie einen Zusatzbeitrag von 0,25 Prozent in die Pflegeversicherung einzahlen müssen, steigt ihr Beitrag zur Sozialversicherung auf 40,2 Prozent. Bezieht man diesen Beitrag in die Rechnung mit ein, liegen die Sozialversicherungsbeiträge für Kinderlose Erwerbstätige über der vereinbarten Höchstgrenze von 40 Prozent.

Eine weitere Erhöhung der Krankenkassenbeiträge ist aber während der andauernden Coronakrise 2021 derzeit nicht geplant.

Forscher mit Gehirnbild
Symptome & Beschwerden Corona-Spätfolgen: Von Hirnschäden bis Psychosen

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2020 praxisvita.de. All rights reserved.