Kostenlose Hitze-Hotline

Thermometer vor Sonne
Wenn die Temperaturen steigen, dann sollte man einige einfache Ratschläge beherzigen, um gesund zu bleiben © Fotolia

Das erste Juli-Wochenende soll das bislang heißeste Wochenende des Jahres werden. Das birgt Grund zur Freude, aber auch Gefahren. Für alle, die unter dem Wetter leiden, gibt es jetzt eine kostenlose Hotline.

Das heiße Sommerwetter erreicht am Wochenende seinen Höhepunkt. Das bedeutet auch wieder: Zahl der Notfall-Patienten steigt. Betroffen sind vor allem zwei Gruppen: Kinder und Ältere. Im Jahr 2013 mussten laut dem statistischen Bundesamt 1 856 Menschen wegen eines Sonnenstichs im Krankenhaus behandelt werden. „Vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke haben bei diesen tropischen Temperaturen oft starke Gesundheitsbeschwerden“, sagt Elisabeth Thomas, Ärztin bei der Krankenkasse DAK-Gesundheit.

 

Medizinische Hitze-Hotline

Die Krankenkasse schaltet aufgrund der starken Sommerhitze am heutigen Freitag eine bundesweite medizinische Sonder-Hotline: Mehrere Ärzte bieten zwischen 8 bis 20 Uhr eine telefonische Beratung bei gesundheitlichen Beschwerden durch die hohen Temperaturen an. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 1111 841 können sich Kunden aller Krankenkassen informieren.

Das Angebot ist offen für jeden: Es bietet Hilfe für Menschen mit chronischen Beschwerden wie Bluthochdruck oder Diabetes. Aber auch Eltern von Kleinkindern oder Arbeitnehmer im Büro, die unter der Hitze leiden, finden hier nützliche Informationen.

 

Mit diesen Gesundheitstipps kommen Sie dennoch fit durch die heißen Tage

Kreislauf stärken

Das Wichtigste ist: viel trinken! Statt der üblicherweise empfohlenen 1,5 Liter an heißen Tagen mindestens zwei trinken. Denn beim Schwitzen verlieren wir reichlich Flüssigkeit. Wenn wir diese nicht wieder auffüllen, fließt das Blut schlechter - Kreislaufprobleme treten auf.

Am besten sind Mineral- oder Leitungswasser. Denn beim Schwitzen gehen auch Salze verloren, die für die Regulation des Wasserhaushalts erforderlich sind.

Und: bei Hitze nicht zu kalten Getränken greifen. Denn unser Körper muss sonst den Temperaturunterschied ausgleichen - und ist damit oft überfordert. Der Blutdruck sackt ab, uns wird schwindelig. Idealerweise sollte das Wasser zwischen 20 und 25 Grad warm sein.

Energie durch Akupressur

Zahlreiche Studien belegen die heilsame Wirkung der Akupressur bei wetterbedingten Schwächezuständen. Eine wirksame Übung, die den Stoffwechsel ankurbelt und Selbstheilungskräfte aktiviert: Pressen Sie die Spitze der Zeigefinger für 15 bis 30 Sekunden auf beiden Seiten der Nase auf das Jochbein. Über mehrere Tage hinweg mehrmals täglich wiederholen.

Sport? Aber richtig!

Sicher: Bei starker Hitze sollten wir uns schonen. Das heißt aber nicht, dass wir ganz auf körperliche Aktivität verzichten müssen. Im Gegenteil! Studien belegen: Wer zehn Minuten täglich zügig spazieren geht, verkraftet Hitze bereits besser. Noch mehr erreichen wir, wenn wir Sport treiben, der den Kreislauf richtig in Schwung bringt wie Radfahren oder Seilspringen. Wichtig ist nur: körperliche Anstrengungen in der prallen Sonne vermeiden! Besser sind die kühlen Morgen- und Abendstunden.

Leicht essen

Schwer Verdauliches belastet nicht nur Magen und Darm, sondern kann auch den Kreislauf schwächen. Allzu üppige Speisen mit viel Fett und Fleisch sind an heißen Tagen besonders ungeeignet. Ideal sind hingegen frische Salate und Obst.

Chili als Hitzeschutz

Mischen Sie beim Kochen ein bisschen Chili ins Essen. Der enthaltene Scharfstoff Capsaicin kurbelt den Stoffwechsel an und hilft dem Körper beim Temperaturausgleich. Ebenfalls guten Hitzeschutz bieten Zimt und Kümmel.

Hamburg, 3. Juli 2015

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.