Kommen Sie mit der Homöopathie entspannt durch die Wechseljahre

Wechseljahresbeschwerden können u.a. mit homöopathischen Mitteln erfolgreich behandelt werden
Wechseljahresbeschwerden können u.a. mit homöopathischen Mitteln erfolgreich behandelt werden © IStock

Bei den meisten Frauen beginnen sie gegen Ende 40, Anfang 50. Und während ein Drittel von den Wechseljahren gar nichts mitbekommt, machen sie sich bei den anderen deutlich bemerkbar. Denn stellen die Eierstöcke die Produktion der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron langsam ein, bringt das den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht. Hier die neuesten Erkenntnisse – und was bei Beschwerden wirklich hilft.

 

Zurück zur Balance

Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungstiefs oder Hitzewallungen und Herzrasen – die hormonelle Umstellung zeigt sich anhand unterschiedlichster Symptome. Sie können einzeln oder auch gehäuft auftreten. Ob Sie sich schon mitten in den Wechseljahren befinden, kann der Frauenarzt durch die Ermittlung des Hormonspiegels feststellen. Ziel aller Behandlungen ist es dann, das Gleichgewicht der Hormone wiederherzustellen. Dabei können pflanzliche Arzneien, Nahrungsergänzungsmittel und eine bewusste Ernährung sanft helfen – bei starken Beschwerden auch die Einnahme von Hormonpräparaten.

 

Viele kleine Mahlzeiten stoppen Hitzeanfälle

Einer der Gründe, warum es jetzt zu Schweißausbrüchen kommt, sind starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Essen Sie daher lieber fünf kleine Mahlzeiten am Tag, als drei große. Ideal ist leichte Kost mit reichlich Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukten. Auch Linsen und Leinsamen dürfen nicht fehlen. Sie enthalten sogenannte Lignane, die gegen Erschöpfung und Schlaflosigkeit helfen. Fleisch, Zucker und Weißmehl produzieren dagegen Säure, die aufsteigende Hitze sogar noch fördert. Gleiches gilt für Kaffee und Alkohol.

 

Homöopathische Mittel gegen Innere Unruhe

Die Aufgabe des weiblichen Hormons Progesteron war es jahrelang, für innere Ruhe zu sorgen – auch in stressigen Zeiten. Entsteht in den Wechseljahren ein Mangel, fühlen sich viele Frauen dünnhäutig, nervös und reizbar. Sanfte Hilfe verspricht da die Homöopathie. Wissenschaftlich erwiesen ist der positive Effekt einer Wirkstoffkombination aus Cimicifuga (Traubensilberkerze), Sepia (Tintenfisch), Ignatia (St.-Ignaz-Bohne) sowie Sanguinaria (Kanadische Blutwurzel) bei Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, innerer Unruhe und Schlafstörungen (Prüfpräparat Klimaktoplant, Apotheke). In einer Studie verbesserten sich bei mehr als 90 Prozent der Patientinnen die Symptome innerhalb von zwölf Wochen. Dosierung: 3-mal täglich 1 Tablette, bei Besserung 2-mal täglich 1 Tablette. Einige Kassen bezuschussen die Therapie.

Chancen & Risiken der Hormontherapie

Bei einem Mangel können verschriebene Hormonpräparate in Form von Pflastern, Tabletten oder Cremes ausgleichend wirken.

Welche künstlichen Hormone helfen jetzt?

Östrogen vermindert typische Symptome wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen und erhält die Elastizität der Haut. Progesteron wirkt stimmungsausgleichend.

Erhöhen Hormone das Brustkrebsrisiko?

Nein. Hormone lösen keinen Krebs aus. Allerdings: Bilden sich Krebszellen in der Brust, können sie unter einer Hormontherapie schneller wachsen. Deshalb sollte jede Hormontherapie von regelmäßigen ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen für Gebärmutter und Brust begleitet werden.

 

Vitamin D & Kalzium für Haut und Knochen

Wenn sich das Schutz- und Schönheitshormon Östrogen langsam verabschiedet, brauchen Haut, Schleimhäute und Knochen Unterstützung von außen. Grund: die Haut wird trockener und Krankheitserreger können leichter eindringen. Zusätzlich nimmt die Knochenmasse ab und das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche steigt. Da hilft: Mindestens zwei Liter kalziumreiches Mineralwasser täglich – und die ausreichende Versorgung mit Vitamin D und Kalzium nach Absprache mit dem Arzt. So bleibt die Haut widerstandsfähig, Immunsystem und Knochen werden gestärkt.

 

Rad fahren bringt den Stoffwechsel auf Trab

Zwar wird mit der Hormonumstellung auch der Stoffwechsel träger, überflüssige Pfunde müssen deswegen jedoch nicht ansetzen. Ideal ist jetzt leichter Ausdauersport wie Walken, Schwimmen oder Rad fahren – am besten drei Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten. Wie Studien belegen, werden durch die Bewegung auch Wechseljahrbeschwerden wie Nachtschweiß oder Schlafstörungen verringert und das Knochenwachstum angeregt.

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