Koma

Kapitel
  1. 1. Übersicht
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

In einem Koma sind Betroffene nicht mehr ansprechbar, sie lassen sich nicht wecken und reagieren auf keinerlei Reize von außen. Die Ursachen für diese langandauernde Bewusstlosigkeit können sehr unterschiedlich sein. Um die Überlebenschancen und langfristige Schäden am Gehirn zu vermeiden, muss ein Koma immer sofort als medizinischer Notfall behandelt werden und erfordert eine dauerhafte Überwachung im Krankenhaus.

 

Was ist ein Koma?

Ein Koma ist eine tiefe Bewusstlosigkeit, die lange anhält und in der sämtliche Reaktionen auf Seh- oder Hörreize von außen nicht mehr vorhanden sind. Es bedeutet den höchsten Schweregrad einer Bewusstseinsstörung, in welcher der Betroffene nicht mehr geweckt werden kann und nicht ansprechbar ist.

Grundsätzlich beschreibt der Begriff Bewusstseinsstörung eine Veränderung des normalen Bewusstseins. Dabei werden zwei Formen unterschieden: die qualitativen Bewusstseinsstörungen, bei denen das Bewusstsein verändert ist (zum Beispiel Wahrnehmungsstörungen wie Halluzinationen), und die quantitativen Bewusstseinsstörungen. Bei letzteren handelt es sich um verschieden schwere Beeinträchtigungen des Bewusstseins, bei denen die Wachheit (Vigilanz) herabgesetzt – oder auch unnatürlich gesteigert – ist. Der Schweregrad lässt sich mithilfe der sogenannten Schlaf-Wach-Skala erfassen.

 

Verschiedene Schweregrade der quantitativen Bewusstseinsstörungen

  • Benommenheit: Leichteste Form der Bewusstseinsstörung, bei der das Reaktionsvermögen und die Wahrnehmung herabgesetzt sind. Betroffene wirken schläfrig und verlangsamt.
  • Somnolenz: Steigerung der Benommenheit mit extremer Schläfrigkeit. Betroffene sind aber ansprechbar und können geweckt werden.
  • Sopor: Betroffene schlafen und können durch äußere Reize nicht mehr vollkommen geweckt werden. Auf starke Stimulationen, wie beispielsweise Schmerzreize, reagieren sie unbewusst.
  • Koma: Schwerste Form der Bewusstseinsstörung. Betroffene sind nicht ansprechbar und zeigen keine Reaktionen auf starke Außenreize. Die Muskulatur ist schlaff, die Atmung ist stark verlangsamt oder setzt von Zeit zu Zeit aus.

Ein Koma ist grundsätzlich ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert, um das Leben und die Hirnfunktion erhalten zu können. Wie bei anderen Notfallsituationen, müssen Diagnose und Behandlung deshalb gleichzeitig erfolgen.

Übrigens: Häufig hört man in den Medien den Begriff „Wachkoma“ für Personen, die zwar die Augen offen halten, aber ansonsten keinerlei Kontaktaufnahme oder Reaktionen zeigen. Oft verwendet wird auch die Bezeichnung „künstliches Koma“, wenn Patienten – häufig nach schweren Unfällen mit Kopfverletzungen – mithilfe von Medikamenten in eine Bewusstlosigkeit versetzt werden. Da der Betroffene nach dem Absetzen der Medikamente allerdings wieder kontrolliert aufwacht, ist eine Bezeichnung als Langzeit-Narkose treffender.

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