Körperfettmessung mit der Bio-Impedanz-Analyse (BIA)

Körperfett
Der Körperfettanteil kann ein Indikator für den Gesundheitszustand und den Fitnessgrad eines Menschen sein. Ihren Wert können Sie beim Arzt mit der Bio-Impedanz-Analyse (BIA) feststellen lassen © alamy

Zu viel Körperfett begünstigt viele verschiedene Krankheiten. Darum sollte Ihr Körperfettanteil bestimmte Richtwerte nicht überschreiten. Dabei hilft die sogenannte BIA. Wie gut ist die Bio-Impedanz-Analyse und welche Methoden es noch?

Wie viel ist zu viel – und kann man auch zu wenig Körperfett haben? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

 

Wie viel Körperfett ist gesund?

Der optimale Körperfettanteil ist von individuellen Faktoren wie dem Alter, Geschlecht und Körperbau abhängig. Einen idealen Wert gibt es daher nicht. Allgemein gilt ein Körperfettanteil als gesund, wenn er im folgenden Bereich liegt:

  • Normalgewichtige Männer: 10 Prozent und 20 Prozent Körperfettanteil
  • Normalgewichtige Frauen: 20 Prozent bis 30 Prozent Körperfettanteil

Wird das Alter berücksichtigt, werden auch die Aussagen präziser:

  • 20-jährige Frauen: 25 Prozent Körperfettanteil
  • 45-jährige Frauen: 30 Prozent Körperfettanteil
  • 20-jährige Männer: 18 Prozent Körperfettanteil
  • 45-jährige Männer: 22 bis 24 Prozent Körperfettanteil

Wie hoch der Anteil ist, verrät die Bio-Impedanz-Analyse.

 

Was ist die Bio-Impedanz-Analyse?

Die Bio-Impedanz-Analyse bestimmt die Körperzusammensetzung. Sie hat sich bei den professionellen Diagnosesystemen auf dem Markt etabliert, da sie das Verhältnis von Muskel- und Fettmasse zum Körpergewicht besonders gut misst. Dabei fließt ein schwacher elektrischer Strom von den Fußsohlen bis zu den Händen, um Widerstände im Körper zu messen. An festgelegten Körperpunkten (Oberarm, Schenkel, Bauch) werden dazu Elektroden befestigt. Mithilfe der Leitfähigkeit der Flüssigkeiten kann über das Körperwasser ermittelt werden, wie hoch die Anteile von Körperfett und fettfreier Muskelmasse sind. Prinzip: Unterschiedliche Gewebearten (Fett, Muskeln, Knochen, etc.) haben unterschiedliche elektrische Widerstände.

 

Vorteile der Bio-Impedanz-Analyse

Mit der Bio-Impedanz-Analyse wird die Körperzusammensetzung präzise gemessen und beim Abnehmen geprüft, ob wirklich überschüssiges Körperfett und nicht wertvolle Körperzellmasse schwindet. Sie gibt genau Aufschluss über das Verhältnis von Körperfett, fettfreier Masse und Körperwasser. Die Bio-Impedanz-Analyse kann sogar den Anteil der Fettmasse am Gesamtgewicht ermitteln.

Die BIA ist nicht gesundheitsschädlich, sicher und innerhalb weniger Minuten durchführbar.

 

Nachteile der Bio-Impedanz-Analyse

Die Bio-Impedanz-Analyse, die Sie nur beim Arzt oder in manchen Fitness-Studios machen lassen können, ist etwas umständlich, weil zur Analyse häufig eine Liege und eine Körperwaage zusätzlich benötigt werden. Außerdem ist 50€ ziemlich teuer.

 

Alternative Mess-Systeme

 

Broca-Methode

Bei der Broca-Methode wird wie folgt gerechnet: Körpergewicht in Zentimetern minus 100 entspricht dem Normalgewicht. Beispiel: 170 minus 100 = 70 Kilo. Das wäre das Normalgewicht. Ziehen Sie noch mal zehn Prozent ab, haben Sie das Idealgewicht..

 

T/H-Quotienten-Methode

Die T/H-Quotienten-Methode sagt Ihnen, ob Sie der Birnen- oder der Apfel-Typ sind. Der "Apfel” setzt Fett eher am Bauch an – und leidet häufiger an Diabetes, Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen. Die "Birne” hat die Pölsterchen auf Hüfte und Po – was gesundheitlich weniger relevant ist. So geht es: Taillenumfang durch Hüftumfang (an der breitesten Stelle) teilen. Ideal ist ein Ergebnis unter 0,85. Kommt mehr heraus: abnehmen.

 

DEXA

Die DEXA-Methode (steht für Dual-Röntgen-Absorptiometrie) ist die genaueste Methode zur Messung des Körperfettanteils.

 

Caliper Messung

Mit den Fingern wird eine Hautfalte zusammengekniffen und mit einer sogenannten Caliper-Zange deren Dicke gemessen.

 

Computertomographie

Die Computertomographie kann die Fettschicht, die über der Muskulatur liegt, messen – allerdings nur am Bauch.

 

Densitometrie

Aufwendig, aber sehr genau: die Unterwasserwägung. Dazu werden Sie einmal normal und einmal unter Wasser gewogen. Die Differenz ergibt den Fettanteil im Körper.

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