Können Sie Mumps vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Der sicherste Schutz, durch den Sie Mumps vorbeugen können, besteht in einer Impfung. Gemäß der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) lautet die derzeitige Empfehlung, Kleinkinder erstmals zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat gegen Mumps impfen zu lassen. In der Regel erhalten die Kinder einen Kombinationsimpfstoff, der sich auch gegen Masern und Röteln richtet (Masern-Mumps-Röteln-Impfung, kurz MMR-Impfung).

Gleichzeitig kann zusätzlich (in einer getrennten Impfdosis) gegen Windpocken geimpft werden (sogenannte Masern-Mumps-Röteln-Varizellen-Impfung, kurz MMRV-Impfung).

Die Auffrischung der Impfung ist frühestens im Abstand von vier Wochen möglich und sollte zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat stattfinden. Auch für Erwachsene gilt die Empfehlung, sich gegen Masern, Mumps und Röteln impfen zu lassen – das betrifft insbesondere Menschen, die nach 1970 geboren sind. Vor allem für Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten sowie Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeiten, ist die Impfung empfehlenswert. Auch wenn die Impfung einen überwiegend guten Schutz bietet, ist es möglich, dennoch an Mumps zu erkranken.

Kinder mit Mumps sollten das Bett hüten
Kinder mit Mumps sollten das Bett hüten und den Kontakt zu anderen Kindern oder Personen ohne sicheren Impfschutz vermeiden© Fotolia
 

Verhindern Sie eine Ausbreitung bei Mumps

Mumps ist eine hochansteckende Infektionskrankheit. Da Betroffene das Mumps-Virus bereits ausscheiden, bevor erste Krankheitssymptome auftreten, ist es mitunter schwer, Mumps vorzubeugen. Beachten Sie daher in jedem Fall allgemeine Hygienemaßnahmen, wie Händewaschen und -desinfizieren, nach jedem Kontakt mit dem Erkrankten. Vermeiden Sie es, gemeinsam Gegenstände wie Besteck, Gläser und Handtücher zu benutzen. Ist Ihr Kind an Mumps erkrankt, achten Sie auf folgende Maßnahmen, um einer Verbreitung vorzubeugen:

  • Lassen Sie Ihr Kind am besten in seinem Zimmer (Bettruhe) und versorgen Sie es dort. Vermeiden Sie den Kontakt zu anderen Kindern oder Personen ohne sicheren Impfschutz.
  • Auch wenn Ihr Kind nicht sehr krank wirkt, ist es dennoch ansteckend. So darf es im Fall einer Mumps-Infektion, sowie auch bei Verdacht auf Mumps, den Kindergarten oder die Schule nicht besuchen (das gilt natürlich auch für erkrankte Erwachsene, wie Lehrer oder Erzieher).
  • Erst wenn der Arzt die Ansteckungsgefahr für gebannt hält, kann das Kind wieder wie gewohnt in den Kindergarten oder zur Schule gehen. Ein Attest ist hierfür nicht zwingend erforderlich.
 

Schwangere sollten Kontakt zu Mumps-Kranken meiden

Eine Infektion mit Mumps im ersten Drittel der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt. Schwangere sollten daher den Kontakt zu Erkrankten unbedingt meiden.

Wer nicht gegen Mumps immun ist und dennoch Kontakt zu einer infizierten Person hatte, kann sich zu einem frühen Zeitpunkt trotzdem noch gegen Mumps impfen lassen. Ärzte bezeichnen dies als postexpositionelle Impfung. In den meisten Fällen kann diese Impfung den Ausbruch von Mumps jedoch nicht mehr abwenden.

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