Kniescheibenbruch bei Johannes Flum

Kniescheibenbruch bei Johannes Flum
Johannes Flum brach sich die Kniescheibe, als er mit einem Mitspieler zusammenprallte © Fotolia

Bei einem Trainingsspiel von Eintracht Frankfurt am Dienstag prallte Johannes Flum (27) mit einem Mitspieler zusammen. Danach klaffte ein Loch in seinem Knie – kann man mit so einer Verletzung je wieder Fußball spielen?

Nach dem Zusammenprall der Mittelfeldspieler Johannes Flum und Slobodan Medojevic bot sich den Eintracht-Spielern ein erschreckendes Bild: In Flums linkem Knie klaffte ein Loch. Mit starken Schmerzen blieb er am Boden liegen. Die Diagnose: Kniescheibenbruch. Flum wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

 

Wie wird ein Kniescheibenbruch behandelt?

Bei einem Kniescheibenbruch hängt die Behandlung von der Schwere der Fraktur ab. Kann das Bein noch gestreckt werden und sind keine größeren Teile der Kniescheibe verschoben oder abgesprengt, muss der Bruch nicht operiert werden und es genügt das Tragen einer Schiene. Ist der Bruch jedoch wie bei Johannes Flum komplizierter, muss er operiert werden, um die Kniescheibe wiederherzustellen. Dabei werden häufig Schrauben oder Drähte eingesetzt, um das Knie zusammenzuhalten.

Zusätzlich wird eine sogenannte Zuggurtung angewendet: Dieses Verfahren kommt ausschließlich bei Gelenkbrüchen zum Einsatz. Das Problem bei solchen Brüchen: Wird das Gelenk bewegt, können die einzelnen Bruchstücke von den Sehnen in verschiedene Richtungen gezogen werden. Um das zu verhindern, wird eine Drahtschlinge am Knochen oder um die Sehnenansätze angebracht, die die Zugkräfte der Sehnen auffängt und in eine Druckspannung umwandelt, die die Bruchstücke zusammendrückt.

Durch die Zuggurtung kann das Knie nach der Operation zügig wieder belastet werden und die Physiotherapie kann beginnen, um das Gelenk langsam wieder an Bewegung zu gewöhnen.

 

Kann man nach einem Kniescheibenbruch wieder Fußball spielen?

In den meisten Fällen heilt ein Kniescheibenbruch wieder vollständig aus. Johannes Flum wird am Mittwoch operiert. Verläuft die Behandlung ohne Komplikationen, kann er voraussichtlich nach rund sechs Monaten  aufs Spielfeld zurückkehren.

Hamburg, 2. Dezember 2015

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