ADHS-Therapie: Die Kraft der Rituale

Redaktion PraxisVITA

Kleine Schritte gehen

Und das funktioniert sogar beim Warten an der Supermarktkasse: Statt sich über die verlorene Zeit zu ärgern, einfach mal tief und bewusst durchatmen und sich fragen: Wie geht es mir eigentlich gerade? Wie fühlt sich mein Körper an? Wo bin ich verspannt? So erhält die vermeintlich verlorene Zeit eine ganz andere Bedeutung. Daneben lassen sich Rituale aber auch noch gezielt für die Gesundheit nutzen – z. B. um sich an eine gesündere Ernährung zu gewöhnen. Probieren Sie doch einfach mal aus, jeden Tag zum Frühstück ein Stück Obst oder zum Brot am Abend etwas Frisches zu essen: eine Tomate oder ein paar Radieschen. Zelebrieren Sie diese kleinen Extras, indem Sie sie hübsch anrichten oder mit etwas kombinieren, das Sie besonders gern mögen. Ratsam ist, hierbei kleine Schritte zu gehen. Sonst hält man nicht durch. Also statt unter dem Motto „mehr Bewegung“ gleich einen täglichen Zwei-Stunden-Marsch anzusetzen, lieber mit 20 Minuten durch den Park beginnen. Ebenso wichtig: Am Ball bleiben – die neue gesunde Handlung muss so lange „trainiert“ werden, bis einem ohne sie etwas fehlen würde. Dann ist ein Ritual entstanden, das Körper und Seele wohltut.

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