Kiwi – So gesund ist die Superfrucht mit der haarigen Schale

Redaktion PraxisVITA

Die Kiwi zählt seit vielen Jahrzehnten auch hierzulande zu den beliebtesten Obstsorten. Das hat einen guten Grund: Die Frucht in der haarigen Schale ist eine wahre Vitamin- und Nährstoffbombe und somit sehr gesund.

Kiwis in einer Schale
Der Vitamingehalt der Kiwi ist direkt unter der Schale am höchsten Foto:  iStock/nata_vkusidey
Inhalt
  1. Welche Vitamine und Nährstoffe machen die Kiwi so gesund?
  2. Das besondere Enzym der Kiwi: Actinidain
  3. Unterschiedliche Kiwi-Arten und ihr Verzehr
  4. Worauf Sie bei Kiwis achten sollten

Ursprünglich stammt die Kiwi aus China. Deswegen wurde sie anfangs auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet. Ihren Weg in die westliche Welt fand sie über Neuseeland: Dort wurde der Anbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts kultiviert. 1952 begann Neuseeland, Kiwis zu exportieren – zunächst nach England, wo sich die Frucht, die auf einem Kletterstrauch wächst, schnell großer Beliebtheit erfreute. Es waren auch die Engländer, die der Kiwi schließlich ihren Namen gaben. Benannt wurde sie nach dem Nationalsymbol Neuseelands, dem Kiwi-Vogel. Schnell etablierte sich die Kiwi in ganz Europa, wo sie heute ebenfalls angebaut wird. Längst ist die Kiwifrucht für viele aus ihrem täglichen Obstkonsum nicht mehr wegzudenken – schließlich schmecken Kiwis nicht nur lecker, sondern sind auch noch sehr gesund.

 

Welche Vitamine und Nährstoffe machen die Kiwi so gesund?

Eigentlich verdient die Kiwi die Bezeichnung “Superfood” mehr als die meisten anderen Früchte. Das liegt unter anderem daran, dass wenige andere Obstsorten einen derartig hohen Gehalt an Vitamin C vorweisen können. 100 Gramm der Frucht enthalten 92,7 mg Vitamin C. Damit decken anderthalb bis zwei Kiwis bereits den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines erwachsenen Menschen ab. Kiwis enthalten sogar noch mehr Vitamin C als Orangen. Somit ist sie die perfekte Frucht, um – nicht nur in der kalten Jahreszeit – das Immunsystem bestmöglich zu unterstützen und den Körper besonders in Stresssituationen zu stärken.

Auch B-Vitamine und Beta-Carotin, das unter anderem für die Gesundheit der Augen sowie für Heilvorgänge im Körper wichtig ist, stecken in der Kiwi. Das enthaltene Vitamin E wirkt antioxidativ und wirkt der Hautalterung entgegen. Antioxidantien beugen außerdem Krebs oder Demenz vor. Auch das für die Blutgerinnung wichtige Vitamin K ist enthalten.

Neben ihrem Vitaminreichtum liefert die Kiwi auch jede Menge Mineralstoffe: Sie enthält Magnesium, Kalzium und Kalium. Somit unterstützt die Frucht unter anderem die Gesundheit von Knochen und Muskeln – darunter dem Herzmuskel. Damit nicht genug: Kiwis liefern außerdem auch jede Menge wertvolle Ballaststoffe.

Leinsamen
Nährstoffe Wundermittel Ballaststoffe

 

Das besondere Enzym der Kiwi: Actinidain

Eine Besonderheit der Frucht ist auch das darin enthaltene Enzym Actinidain. Es hilft dabei, Eiweiße zu spalten und abzubauen. Damit unterstützt das Enzym die Verdauung und verringert das Völlegefühl nach dem Essen. Da Kiwis den Körper auch dabei unterstützen, Eiweiße besser aufzunehmen, ist die Frucht besonders für Sportler empfehlenswert. Allerdings vertragen nicht alle Menschen Actinidain, das als Hauptallergen in der Kiwi gilt und bei manchen Personen eine allergische Reaktion auslösen kann. Aufgrund des Actinidain-Gehalts ist es auch nicht empfehlenswert, Kiwis mit Milchprodukten zu kombinieren. Denn das Enzym zersetzt das Milcheiweiß und sorgt dadurch für einen unangenehmen Geschmack.

 

Unterschiedliche Kiwi-Arten und ihr Verzehr

Von Kiwis gibt es übrigens mehrere Arten. Kiwis mit grünem Fruchtfleisch heißen auch Actinidia deliciosa, daneben gibt es mit der Actinidia chinensis auch Kiwis mit goldenem/gelblichen Fruchtfleisch. Die beiden Arten unterscheiden sich in erster Linie in puncto Geschmack voneinander – die grüne Frucht ist etwas säuerlicher, die goldene Variante etwas süßer und milder.

Bei Kiwis ist übrigens auch die Schale zum Verzehr geeignet – vorausgesetzt, es handelt sich dabei um unbehandeltes Obst. Achten Sie beim Kauf also auf das Bio-Siegel. Oft wird die Frucht mit Chemikalien behandelt, so können sich unter anderem Pestizide auf behandelten Früchten wiederfinden. Handelt es sich um unbehandeltes Bio-Obst, können Sie die Schale gründlich abwaschen und dann verzehren. Das ist sogar empfehlenswert – denn in der Schale befinden sich zahlreiche Antioxidantien und Ballaststoffe. Außerdem ist der Vitamingehalt direkt unter der Schale am höchsten.

Foto: iStock
Nährstoffe Antioxidantien: Nützliche Gesundheitshelfer

 

Worauf Sie bei Kiwis achten sollten

Kiwis sind nicht nur äußerst gesund, sondern ebenso ausgesprochen kalorienarm – wer also auf sein Gewicht achtet, kann bedenkenlos zugreifen. Über eine zu hohe Dosis an Vitamin C müssen Sie sich ebenfalls keine Gedanken machen: Überschüssiges natürliches Vitamin C wird vom Körper wieder ausgeschieden.

Sie sollten beim Kauf darauf achten, dass die Frucht nicht zu hart oder zu weich ist. Reif ist die Frucht, wenn sie mittelhart ist und leicht ausgelöffelt werden kann. Kiwis halten im Kühlschrank mehrere Tage.

Fazit

Kiwis bieten eine ganze Reihe von gesundheitlichen Vorteilen für Immunsystem, Verdauung, Bindegewebe, Herz, Muskeln, Vitamin-Haushalt sowie das allgemeine Wohlbefinden. Sie sind perfekte Vitamin-C-Lieferanten – und nahezu in jedem Supermarkt günstig erhältlich. Wer seiner Gesundheit also etwas Gutes tun möchte, sollte regelmäßig zur kleinen, pelzigen Frucht greifen!

Quellen:

Pflanzen Lexikon Kiwi 

Kiwi-Sorten

Geschichte der Kiwi (England-Teil)

Food Data Kiwifruit, green, raw

Kiwiallergie

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