Kinderyoga: 7 einfache Übungen für zuhause

Redaktion PraxisVITA

Kinderyoga wird immer beliebter. Denn es wirkt sich positiv auf die Konzentration und das Körpergefühl der Kleinen aus. Mit sieben Übungen können Eltern mit ihren Kindern ganz einfach zuhause Yoga machen.

Kinder in Yoga-Haltung
Kinderyoga fördert die Körperwahrnehmung und die Konzentration der Kleinen Foto:  istock/fatcamera
Inhalt
  1. Was ist Kinderyoga?
  2. Wie können Kinder von Yoga profitieren?
  3. Ab welchem Alter ist Kinderyoga möglich?
  4. Kinderyoga: 7 einfache Übungen für zuhause

Stress, Verspannungen, Konzentrationsschwierigkeiten – es gibt viele Gründe, warum Kinderyoga eine gute Idee ist. Denn nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder haben immer mehr mit einem stressigen Alltag zu kämpfen. Oft fehlt es zudem an ausreichender körperlicher Auslastung.

 

Was ist Kinderyoga?

Kinderyoga unterscheidet sich in der Idee grundsätzlich nicht von anderen Yoga-Formen: Auch hier ist das Hauptziel, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Die Unterschiede liegen eher in der Praxis sowie in der Ausführung.

Meist kommen beim Kinderyoga Übungen aus dem Yin-Yoga zum Einsatz, das Ruhe und Entspannung zum Ziel hat.  So wird die Yoga-Session zu einer kleinen Meditation für Kinder. Im Gegensatz dazu sind Formen, wie Power-Yoga und Bikram-Yoga, aufgrund der hohen körperlichen Intensität für Kinder bis 10 Jahren nicht geeignet.

Das Yin Yoga bildet den Gegenpol zu unserem stressigen Alltagsleben
Fitness Yin Yoga - der sanfte, einfache Weg zur inneren Mitte

Yoga für Kinder funktioniert auf sehr spielerische Weise. Es geht mehr um den Spaß an der Sache und die Bewegung als solche als um eine strenge Haltungskontrolle der Körperstellungen („Asanas“)

 

Wie können Kinder von Yoga profitieren?

Kinder haben die Möglichkeit, von Yoga auf verschiedenste Weise zu profitieren.

Kinderyoga:

  • fördert die Bewegung
  • verbessert die Leistungsfähigkeit des Kindes
  • hilft beim Spannungs- und Stressabbau
  • verbessert die Koordination und die Konzentrationsfähigkeit
  • unterstützt die Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • stärkt das Selbstvertrauen und
  • kann aufgrund seiner entspannenden Wirkung besonders für Kinder mit ADS oder ADHS sinnvoll sein 
 

Ab welchem Alter ist Kinderyoga möglich?

Es gibt keine strikte Altersgrenze für Kinderyoga. Viele Studios bieten sogar Baby-Yoga an: Einfache Dehnübungen und Bewegungen, die die Mütter an ihren Kindern ausführen. Beim Kinderyoga sollten die Kleinen die Anweisungen verstehen können. Darüber hinaus sollte ihre Agilität bereits bis zu einem bestimmten Grad ausgereift sein. Kinder ab 4 Jahren können einige wenige einfache Übungen ausführen, Kinder ab 10 können sich dagegen auch an komplexere Asanas heranwagen.

 

Kinderyoga: 7 einfache Übungen für zuhause

Um Kinderyoga zu machen, ist weder eine Stunde in einem Yoga-Studio noch ein spezielles Yoga-Buch nötig. Mit zwei Yoga-Matten, ein wenig Platz und unseren sieben Übungen können Eltern Yoga mit ihren Kindern zuhause machen.

Je nach Alter des Kinders können Eltern die einzelnen Übungen mit Tiergeschichten verknüpfen, die die Imagination der Kleinen schult. Auch kann man für ältere Kinder den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Damit die Yogaübungen für Kinder eine entspannende Wirkung entfalten, ist es wichtig, die einzelnen Asanas für einige Sekunden zu halten und auf eine bewusste Atmung mit tiefen Atemzügen zu achten.

Der Sonnengruß

  1. Mit aufrechter Haltung Füße hüftbreit auseinanderstellen
  2. Ein Bein heben und, am anderen Bein abgestützt, anwinkeln
  3. Die Hände vor der Brust falten
  4. Mit dem anderen Bein wiederholen

Für die Großen: Sind die Augen während der Übung geschlossen und werden die Hände über den Kopf geführt, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad

Die Katze (Der Vierfüßlerstand)

  1. Mit allen Vieren auf den Boden gehen und dabei Hände unter den Schultern und Knie parallel zur Hüfte abstellen, Rücken gerade halten
  2. Einen Katzenbuckel machen, dafür den Bauchnabel nach innen ziehen, den Rücken rund machen und die Stirn Richtung Hüfte bewegen
  3. Danach den Rücken langsam zu einem Hohlkreuz machen: Rücken durchdrücken, Bauch hängen lassen und den Kopf in den Nacken legen
  4. Ausgangsposition einnehmen und noch einmal wiederholen

Für die Großen: Katzenbuckel und Hohlkreuz 5 bis 10 Sekunden halten und Anzahl der Wiederholungen erhöhen

Der Frosch

  1. Beine breit aufstellen und dabei die Knie und Füße nach außen drehen
  2. Langsam in die Hocke gehen
  3. Die Hände flach auf den Boden legen
  4. Die Position für einige Sekunden halten

Für die Großen: Mit den Unterarmen den Boden berühren oder die Hände an den Knien gestützt, vor der Brust falten.

Superman

  1. Flach auf den Bauch legen
  2. Die Arme nach vorne ausstrecken und die Hände zu Fäusten ballen
  3. Den Oberkörper mit ausgestreckten Armen langsam nach oben bewegen, den Kopf unten halten

Für die Großen: Beine zusammen mit dem Oberkörper nach oben bewegen und 10 Sekunden halten

Der kleine Krieger

  1. Mit aufrechter Haltung und Armen am Körper beginnen
  2. Einen Ausfallschritt nach vorne machen
  3. Den Fuß des hinteren Beins im 45°-Winkel nach außen drehen und in einer Linie mit dem vorderen Fuß stellen
  4. Den Oberkörper mit ausgestreckten Armen in die Richtung drehen, in die der hintere Fuß zeigt
  5. Den Blick nach vorne richten

Für die Großen: Das vordere Bein mit geradem Rücken beugen und das hintere Bein gestreckt halten – das dehnt die Beine und die Gesäßmuskulatur

Die Raupe

  1. Flach auf den Bauch legen
  2. Hände nehmen die Schultern legen und Füße auf Zehenspitzen stellen
  3. Das Becken heben, Kinn und Brust bleiben auf dem Boden

Für die Großen: Raupe zu einer Plank umwandeln. Dafür Kinn und Brust heben und die Arme ausstrecken. 10 Sekunden halten.

Die Brücke

  1. Auf den Rücken legen
  2. Beine anziehen und Hände verkehrt herum neben den Kopf setzen
  3. Mit der Kraft aus Beinen und Armen Körper nach oben drücken

Für die Großen: Ein Bein vom Boden lösen und nach vorne strecken. Drei bis fünf Sekunden halten und mit dem anderen Bein wiederholen.

Tipp: Die Kinderyoga-Übungen als Wachmacher und Gute-Laune-Kick in die Morgen-Routine der Kleinen einbauen.

 

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