Kinderkrankheiten mit Ausschlag: Diese 5 sollten Eltern kennen

Ein häufiges Symptom von Kinderkrankheiten ist ein Ausschlag auf der Haut. Eltern sollten regelmäßig darauf achten und sofort zum Arzt gehen. Gegen Kinderkrankheiten mit Hautausschlag, die durch Viren ausgelöst werden, gibt es wirkungsvolle Impfungen.

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Ein Hautausschlag kann viele Gründe haben. Dazu zählen übertragbare Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken. Bei allen Kinderkrankheiten mit Ausschlag muss ein Arzt zurate gezogen werden. Er wird auch den Impfpass überprüfen. Diese fünf Kinderkrankheiten mit Ausschlag sollten Eltern unbedingt kennen, damit im Notfall schnell gehandelt werden kann.

Welche Kinderkrankheiten mit Ausschlag gibt es?

1. Masern: Rote Flecken

Masern sind eine der Kinderkrankheiten, die mit roten Flecken auf der Haut einhergehen. Nach der Infektion mit Masernviren kommt es zu Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Entzündungen der Schleimhäute in Hals und Raschen. Typisch ist hohes Fieber. Erst zwölf bis 13 Tage nach Erkrankungsbeginn bildet sich bei dieser Kinderkrankheit ein großfleckiger Ausschlag. Zu den seltenen Komplikationen gehören Entzündungen der Lunge, des Gehirns und der Hirnhäute. Gegen Masern gibt es wirksame Impfstoffe, aber keine Arzneimittel.

2. Röteln: Ausschlag im Gesicht

Eine Kinderkrankheit mit Ausschlag im Gesicht sind Röteln. Sie werden ebenfalls durch Viren ausgelöst. Der Ausschlag ist oft erst im Gesicht zu sehen, dann am Körper. Viele Kinder haben eine leicht erhöhte Temperatur. Lymphknoten im Bereich des Halses können anschwellen. Patienten müssen zu Hause bleiben, um keine anderen Menschen zu infizieren. Speziell in der Schwangerschaft sind Röteln gefährlich. Eine Impfung schützt vor der Kinderkrankheit, Medikamente gibt es hingegen nicht.

3. Windpocken am ganzen Körper

Zu den Kinderkrankheiten mit Ausschlag im Gesicht gehören auch die durch Viren ausgelösten Windpocken. Am Kopf, am Bauch und am Rücken bilden sich teils stark juckende Bläschen, die zu Bläschen werden. Sie platzen und bilden eine Kruste. Kratzt das Kind, können Narben entstehen. Deshalb verordnen Ärzte Medikamente zum Auftragen auf die Haut, um den Juckreiz zu stillen. Gegen Windpocken gibt es eine Impfung.

4. Scharlach: Ausschlag am Bauch

Scharlach wird durch Bakterien ausgelöst und gehört zu den typischen Kinderkrankheit mit Ausschlag auf dem Bauch. Andere Körperstellen können ebenfalls betroffen sein. Zunächst ist die Zunge von einem weißlichen Belag überzogen und später stark gerötet. Man bezeichnet diese Besonderheit als „Himbeerzunge“. Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden kommen mit hinzu. Manche Kinder leiden auch an Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Ärzte verordnen Kindern Antibiotika und schreiben sie krank, so lange eine Infektionsgefahr besteht. Gegen Scharlach existiert keine Impfung.

5. Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Kleine Bläschen

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Kinderkrankheit mit Hautausschlag. Nach einem grippalen Infekt entwickeln sich mitunter kleine Bläschen auf den Innenflächen der Hände und der Füße. Auch die Mundschleimhaut ist betroffen. Meist ist der Ausschlag bei dieser Kinderkrankheit nach einer Woche verschwunden. Da es keine speziellen Arzneimittel gegen die Krankheit gibt, sollten Kinder zu Hause bleiben und sich erholen.

Was empfehlen Ärzte in Bezug auf Kinderkrankheiten mit Ausschlag?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut erstellt regelmäßig eine Liste mit Empfehlungen zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten erhalten erste Impfungen gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken. Andere Impfungen sind noch früher möglich. So lässt sich größtenteils vermeiden, dass es zu Kinderkrankheiten kommt – ob mit oder ohne Ausschlag.

Quellen:

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, in: Robert Koch-Institut

Kinderkrankheiten, in: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Förg, Theresa (2019): BASICS Pädiatrie, München: Elsevier/Urban&Fischer

Illing, Stephan & Claßen, Martin (2017): Klinikleitfaden Pädiatrie, München: Elsevier/Urban&Fischer