Keulen-Bärlapp - Infektionen natürlich bekämpfen

In der Volksmedizin hat der Keulen-Bärlapp eine große Rolle gespielt. Seine Wirkung ist aber nicht bewiesen. Heute wird er noch in der Homöopathie eingesetzt.

Pulver aus dem Keulen-Bärlapp wird zur Beschichtung von Kondomen eingesetzt
Pulver aus dem Keulen-Bärlapp wird zur Beschichtung von Kondomen eingesetzt© Fotolia
 

Keulen-Bärlapp: Anwendung und Heilwirkung

Definition Keulen-Bärlapp

Bezeichnung: Lycopodium clavatum Familie: Bärlappgewächse                 Gattung: Bärlappe (Lycopodium)

Heutzutage ist Bärlapp-Kraut aufgrund möglicher Nebenwirkungen kein gebräuchliches pflanzliches Arzneimittel mehr. In der Vergangenheit kam Keulen-Bärlapp unter anderem als harntreibendes Mittel bei Blasen- und Nierenleiden zum Einsatz. Als homöopathisches Einzelmittel oder Teil homöopathischer Komplexmittel ist Keulen-Bärlapp noch erhältlich.

Eine Wirksamkeit ist allerdings nicht belegt. Darüber hinaus enthält die Pflanze Inhaltsstoffe, die zum Teil giftig sind, was besonders bei längerer Anwendung problematisch ist. In der Homöopathie nutzt man die Pflanze zur Therapie von chronischen Gallen- und Leberleiden, Entzündungen der Harn- und Atemorgane sowie der weiblichen Geschlechtsorgane, aber auch bei der Behandlung der Folgen von Infektionserkrankungen.

 

Im Keulen-Bärlapp enthaltene Wirkstoffe

Alkaloide, Lycopodin, fettes Öl

 

Botanik

Sporenpulver des Keulen-Bärlapps wird in der Kriminalistik eingesetzt, um Fingerabdrücke sichtbar zu machen
Sporenpulver des Keulen-Bärlapps wird in der Kriminalistik eingesetzt, um Fingerabdrücke sichtbar zu machen© Fotolia

Von einem ober- oder unterirdisch kriechenden, mehrere Meter langen Haupttrieb streben aufrechte ca. 10 cm lange, moosartige Seitentriebe nach oben. Die Seitentriebe sind dicht beblättert. Nach mehreren Jahren, zur Geschlechtsreife der Pflanze, entwickeln sich Sporenähren.

 

Verbreitung

Der Bärlapp ist eine sehr alte Pflanzenordnung, die sich mehrere Millionen Jahre zurückverfolgen lässt. Weltweit gibt es heute rund 400 verschiedene Arten dieser immergrünen, krautigen Pflanze. Der Keulen-Bärlapp steht in Deutschland als gefährdete Art auf der Roten Liste.

 

Andere Namen des Keulen-Bärlapps

Keulenbärlapp, Kolbenbärlapp, Wolfsklaue

Wissenswertes über Keulen-Bärlapp

Der wissenschaftliche Name des Bärlapps ist eine Zusammensetzung aus den griechischen Bezeichnungen für Wolf (lycos) und Fuß (pos). Hintergrund hierfür ist das Aussehen der Pflanze, die mit ihrem pelzigen Äußeren und den feinen Härchen an eine Wolfspfote erinnert.

Die Sporen des Bärlapps werden auch in der Pyrotechnik verwendet, da sie Flammen mit einer orangeroten Färbung erzeugen.

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