Kein Fleisch aber Fisch: Was ist ein Pescetarier?

Alexander Scherb

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Lebens- und Denkweisen. Vegetarier essen nichts, was einmal einen Puls hatte, Veganer verzichten sogar auf alle tierischen Produkte. Neben diesen beiden – mittlerweile bekannten – Ernährungsweisen gibt es aber noch zahlreiche andere Ansätze. Pescetarismus ist weniger bekannt und bietet einen ganz anderen Stil.

Frau isst Garnelen
Pescetarier essen im Gegensatz zum Vegetarier auch Meerestiere Foto:  JackF/iStock
Inhalt
  1. Was ist ein Pescetarier?
  2. Begriff Pescetarier
  3. Vorteile
  4. Nachteile
 

Was ist ein Pescetarier?

Ein Pescetarier verzichtet weitestgehend, wie ein Vegetarier, auf Produkte aus Tierfleisch. Allerdings essen Pescetarier Fisch und andere Meereslebewesen. Der Gedanke, der hinter diesem Ernährungsstil steht, ist, dass kein Fleisch von Lebewesen mit gleichwarmer Körpertemperatur wie Menschen gegessen werden. Auch Amphibien und Reptilien gehören nicht zum Speiseplan eines Pescetariers, Fisch und andere Meeresbewohner dagegen schon.

 

Woher kommt der Begriff Pescetarier?

Den Begriff prägte das Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary, ein im englischsprachigen Raum sehr bekanntes Wörterbuch. 1993 wurde der Begriff erstmals dort aufgenommen. Er leitet sich vom lateinischen Wort piscis für Fisch ab.

 

Was ist der Vorteil von Pescetarismus?

Wie bei vielen Ernährungsweisen wie Vegetarismus und Veganismus, bietet auch der Pescetarismus einige gesunde Vorteile. Grund dafür ist der bewusstere Umgang mit Lebensmitteln. Ein Pescetarier achtet genau auf seine Ernährung und nimmt deswegen schon prinzipiell weniger ungesunde Nahrung zu sich, als jemand, der nicht auf seine Ernährung achtet. Zahlreiche Studien haben zudem bewiesen, dass weniger, beziehungsweise kein Fleisch einem gesunden Lebensstil entgegenkommt.

Fischesser können sich ihren Kinderwunsch schneller erfüllen, ergibt eine Studie
News Wer Fisch isst, wird schneller schwanger

Leben Pescetarier gesünder als Vegetarier?

Viele schreiben den Pescetariern einen gesünderen Lebensweg als Vegetariern zu, da sie nicht auf Fisch verzichten und damit regelmäßig Eisen und wichtige Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Grund für diese Annahme ist eine Studie der Linda University in Kalifornien, die 73.000 Probanden in einer Langzeitstudie untersuchte. Allerdings sollten solche Einzelstudien mit Vorsicht genossen werden, da sie oftmals Aspekte ausklammern.

 

Hat Pescetarismus auch Nachteile?

Wie auch Vegetarier leiden Pescetarier durch den Verzicht auf Fleisch häufig an einem Mangel an Vitamin B-12 und müssen andere Lebensmittel zur Ergänzung zu sich nehmen. Heutzutage stellt das aber kein Problem mehr dar. Viel schlimmer wiegt da die Überfischung. In Zeiten von Artensterben und leeren Meeren sollte man sich fragen, ob man nicht generell auf Fisch verzichten sollte.

Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2019 praxisvita.de. All rights reserved.