Kehlkopfentzündung – die besten Hausmittel

Michelle Kröger

Heiserkeit, eine schwache Stimme, Husten und Halsschmerzen? Breiten sich Viren oder Bakterien am Kehlkopf aus, kann eine Kehlkopfentzündung (medizinisch Laryngitis) die Folge sein. Wir erklären Ihnen, was genau eine Kehlkopfentzündung ist und welche Hausmittel am besten dagegen helfen. 

Ingwer als Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung
Frischer Ingwer in heißem Wasser hilft, die entzündeten Schleimhäute des Kehlkopfes zu beruhigen Foto:  istock/GeorgeDolgikh
Inhalt
  1. Was genau ist eine Kehlkopfentzündung?
  2. Wie wird eine Kehlkopfentzündung behandelt?
  3. Welche Hausmittel helfen gegen eine Kehlkopfentzündung?
 

Was genau ist eine Kehlkopfentzündung?

Eine Kehlkopfentzündung, auch Laryngitis genannt, wird häufig durch Viren und Bakterien im Bereich zwischen Rachen und Luftröhre ausgelöst. Diese greifen die Kehlkopfschleimhaut an und verursachen Schwellungen, Entzündungen und Schmerzen.

Bei einer Kehlkopfentzündung ist die Schleimhaut des Kehlkopfes entzündet.
Krankheiten & Behandlung Kehlkopfentzündung - Ursachen, Symptome und Behandlung

Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten der Kehlkopfentzündung unterschieden: der akuten und der chronischen Kehlkopfentzündung.

  • Von einer akuten Kehlkopfentzündung ist die Rede, sobald eine Verbindung mit Erkältungskrankheiten auftritt. Sie klingt in der Regel nach höchstens drei Wochen wieder ab.
  • Die Heilung einer chronischen Kehlkopfentzündung dauert meist um einiges länger. Besonders betroffen sind starke Raucher, Menschen, die regelmäßig Chemikalien einatmen oder Menschen mit stimmbelastenden Berufen (z.B. Sänger, Lehrer).
 

Wie wird eine Kehlkopfentzündung behandelt?

Suchen Sie bei dem Verdacht auf eine Kehlkopfentzündung in jedem Fall einen Arzt auf. Eine solche Erkrankung sollte immer medizinisch begutachtet und behandelt werden, ansonsten kann aus einer akuten eine chronische Kehlkopfentzündung werden. Ärzte raten bei einer Laryngitis dazu, die Stimme zu schonen, nicht zu rauchen sowie keinen Koffein oder Alkohol zu konsumieren. Auch Speisen mit scharfen Gewürze sind bei einer Kehlkopferkrankung eher schädlich.

Je nach Krankheitsverlauf und Art des Erregers werden dem Patienten Medikamente verschrieben, etwa entzündungshemmende, abschwellende Mitteln oder Antibiotika.

 

Welche Hausmittel helfen gegen eine Kehlkopfentzündung?

Den Heilungsprozess können Sie mit einigen natürlichen Hausmitteln aktiv unterstützen. Diese helfen Ihnen dabei, die Schleimhäute ausreichend zu befeuchten und die Krankheit schneller loszuwerden. Sprechen Sie bei einer akuten Kehlkopfentzündung den Einsatz der folgenden Hausmittel vorsichtshalber mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Viel trinken

Achten Sie darauf, dass Sie über den Tag verteilt viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten warme bzw. heiße Getränke wie Kräutertee.

Inhalieren

Inhalieren Sie zweimal täglich für mindestens zehn Minuten. Geben Sie zum Beispiel ein paar Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel mit kochendem Wasser, beugen Sie sich über die Schüssel und bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch. Atmen Sie den Wasserdampf einige Minuten lang tief ein. Eukalyptus wirkt antiviral und antibakteriell – ein natürliches Mittel gegen Halsschmerzen.

Apfelessig

Die mikrobiellen Eigenschaften des Apfelessigs helfen, Infektionen zu bekämpfen und beispielsweise eine Kehlkopfentzündung effektiv zu behandeln. Symptome werden gelindert und Bakterien und Viren bekämpft. Trinken Sie zweimal tägliche eine Mischung aus 2 EL Bio-Apfelessig (roh, ungefiltert), 1 EL Honig und Wasser. Wer die Wirkung noch verstärken möchte, der gibt ein wenig Cayennepfeffer hinzu. Auch das Gurgeln lohnt sich: Dazu einfach 1 EL Bio-Apfelessig in warmes Wasser geben, vermischen und für einige Sekunden mit der Mischung gurgeln.

Warmes Salzwasser

Salz ist ein wirksames Hausmittel, das Ihnen dabei hilft, die Bakterien abzutöten. Durch das Gurgeln mit warmem Salzwasser werden die Regeneration der Stimmbänder gefördert sowie Halsschmerzen gelindert. Geben Sie 1 TL Salz in warmes Wasser, rühren Sie gut um und gurgeln Sie – am besten mehrmals am Tag.

Bei Kehlkopfentzündung und Co.: Selbstheilung aus der Natur

Honig

Das klebrige, süße Gold schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt auch antibakteriell und antiviral. Honig lindert Reizungen und Entzündungen im Hals-Rachen-Raum. Süßen Sie Ihren Tee also immer gerne mit einem Teelöffel Honig oder lassen Sie mehrmals täglich einen Löffel Honig im Mund zergehen.

Ingwer

Die würzige Knolle ist ein wahres Allroundtalent. Ja, auch gegen Kehlkopfentzündungen ist Ingwer ein gutes Hausmittel. Er hilft Ihnen dabei, die entzündeten Schleimhäute des Kehlkopfes zu beruhigen, die Halsschmerzen zu lindern und das Immunsystem zu stärken. Geben Sie 1 TL geriebenen Ingwer in eine Tasse mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Ingwertee zehn Minuten ziehen bevor Sie ihn trinken. Drei Tassen pro Tag sind ideal.

Süßholzwurzel

Lakritze bzw. Süßholz ist ein natürliches Hausmittel gegen Kehlkopfentzündungen, Halsschmerzen oder andere Infekte. Am besten nehmen Sie Süßholz als Tee zu sich. Gießen Sie 1-2 TL Süßholzwurzel mit 250 ml kochendem Wasser auf. Lassen Sie den Tee ca. acht Minuten gut durchziehen.

Süßholzwurzel als Hausmittel gegen Kehlkopfentzündung
Süßholzwurzel – ein geeignetes Hausmittel bei Kehlkopfentzündung Foto: istock/ChiccoDodiFC

Zwiebelsirup

Es ist wohl nicht die wohlschmeckendste Methode, um eine Kehlkopfentzündung zu behandeln, doch nach ein paar Mal ist die Zwiebelmischung gar nicht mehr so unangenehm. Die Wirkung ist umso besser: Zwiebelsirup löst den Schleim und hilft dabei, die Entzündung zu bekämpfen. So geht’s: Schneiden Sie drei Zwiebeln in feine Würfel und geben Sie diese mit vier Tassen Wasser in einen Topf. Lassen Sie das Ganze einige Minuten lang aufkochen. Solange bis sich die Mischung zum Sirup entwickelt hat. Mischen Sie 4 EL Zwiebelsirup mit warmen Wasser, 1 EL Honig und einem Spritzer Zitrone und trinken Sie die Mixtur dreimal täglich.

Bonbons lutschen

Indem Sie zum Beispiel Salbei-, Süßholz oder Zitronen-Bonbons lutschen, wird die Speichelproduktion angeregt. Warum das gut ist? Dadurch werden die Schleimhäute abgespült, befeuchtet und gepflegt. 

Luft befeuchten

Trockene Luft kann den Schleimhäuten weiterhin schaden. Besonders im Winter, wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen, wird dies zum Problem. Denn trocknen die Schleimhäute aus, werden Sie porös und besonders anfällig für Infektionen. Zur Vermeidung können Sie beispielsweise feuchte Tücher über die Heizungen hängen oder eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Auch automatische Luftbefeuchter sind empfehlenswert.

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