Katzenseuche: Der beste Schutz vor der tödlichen Krankheit

Michael van den Heuvel Medizin- und Wissenschaftsjournalist

Die Katzenseuche ist eine gefährliche, lebensbedrohliche Infektionskrankheit bei Katzen, die in bis zu 75 Prozent der Fälle tödlich verläuft. Tierhalter sollten daher schon früh Maßnahmen zum Schutz ihrer Katze ergreifen. 

 

Was ist die Katzenseuche und welche Symptome treten auf?

Tierärzte bezeichnen die Katzenseuche als Panleukopenie. Sie wird durch das Feline Panleukopenie-Virus ausgelöst. Die Katzenseuche-Symptome sind recht unterschiedlich. Sie hängen davon ab, welche Organe besonders stark infiziert sind. Sinkt durch das Virus die Zahl an weißen Blutkörperchen, drohen bakterielle Folgeinfektionen. Ist das Magen-Darm-System betroffen, kommt es zu Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

Generell fühlen sich die Tiere schlapp, haben oft Fieberschübe und gelegentlich Bindehaut-Entzündungen. Spätestens dann sollten die Besitzer umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

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Wie erfolgt bei Katzenseuche die Übertragung?

Die Erkrankung wird durch das Panleukopenie-Virus übertragen. Es ist in der Umwelt relativ stabil und bis zu ein Jahr lang biologisch aktiv. Das heißt: Katzen müssen sich nicht bei erkrankten Artgenossen anstecken. Es reicht, dass sie mit infiziertem Kot in Berührung kommen oder beispielsweise beim Freigang in einem fremden Körbchen liegen. Flöhe können das Virus ebenfalls zwischen Katzen übertragen. Erschwerend kommt hinzu, dass manche kommerzielle Desinfektionsmittel das Virus nicht zerstören

Menschliche Zellen kann das feline Panleukopenie-Virus hingegen nicht infizieren. Die Katzenseuche ist also eine Katzenkrankheit, die nicht auf den Menschen übertragen werden kann.

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Wie sieht die Katzenseuche-Behandlung aus?

Tierärzte erkennen die Erkrankung einerseits am fehlenden Impfschutz laut Impfpass, andererseits an extrem niedrigen Werten bei weißen Blutkörperchen. Viele Tiere benötigen Infusionen, weil sie aufgrund von Durchfall oder Fieber stark dehydriert sind. Bei der eigentlichen Behandlung kommen Antibiotika zum Einsatz, um bakterielle Sekundärinfektionen zu verhindern. Gegen Viren haben sich sogenannte Serum-Antikörper bewährt. Auch Interferone, das sind Eiweiße zur Stimulierung des Immunsystems, werden gespritzt.

Trotz dieser Behandlung sterben je nach Alter und Allgemeinzustand der Katze beziehungsweise nach Art des Virus zwischen 25 und 75 Prozent aller Tiere.

 

Katzenseuche: Gibt es eine Impfung?

Ja, ab dem Alter von acht Wochen gibt es zur Vorbeugung der Katzenseuche eine Impfung. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen sind erforderlich; diese werden im Impfpass dokumentiert. Sie schützen zuverlässig gegen die Katzenseuche.

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Quellen:

Streicher, Michael (2013): Kosmos: Praxishandbuch Katzenkrankheiten, Eggolsheim: Dörfler-Verlag

Huhn, Anette (2006): Katzenkrankheiten, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer

 

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