Katze mit Corona infiziert: Wie gefährdet sind Haustiere?

Lisa Emmely Schmidt

Eine Katze aus Belgien hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie gefährdet sind Haustiere?

Inhalt
  1. Katze aus Belgien mit Corona infiziert
  2. Corona-Infizierter Hund in Hongkong
  3. Coronavirus: Tiere als potentieller Überträger?
  4. Hygienemaßnahmen: Das ist zu beachten
  5. Coronavirus: Übertragen von Mensch auf Tier möglich?

In Zeiten der Corona-Pandemie sind viele Tierbesitzer besorgt und haben Angst, dass das Coronavirus auch ihre Tiere treffen könnte. Nun wurde zudem bekannt, dass eine Katze aus Belgien mit dem Coronavirus infziert ist.

Experten erklären diesbezüglich, dass auch bei Tieren bestimmte Vorkehrungen getroffen werden müssen.

 

Katze aus Belgien mit Corona infiziert

Eine Katze im belgischen Lüttich hat sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das Tier steckte sich bei seiner Besitzerin an, die an dem Coronavirus erkrankt ist. Die Katze zeigte Auffälligkeiten wie Verdauungsprobleme und Atemnot. Jedoch erholte sie sich schneller von dem Virus als seine Besitzerin.

 

Corona-Infizierter Hund in Hongkong

Zudem gab es einen Vorfall in Hongkong, wobei ein Hund „leicht positiv“ auf Covid-19 getestet wurde. Der Erreger wurde jedoch ausschließlich an der Nase und Schnauze des Tieres gefunden. Laut Friedrich-Loeffler-Institut ist aber nach wie vor unklar, ob es sich um eine aktive Infektion oder eine passive Verunreinigung durch die Virusmengen in der Umgebung handelte. Klar ist jedoch, dass der Besitzer mit dem Virus infiziert war. Der Hund zeigte jedoch keinerlei Symptome, sodass davon ausgegangen wird, dass sich der Erreger zufällig auf der Schnauze des Hundes befand.

Das Risiko, dass sich ein Tier beim Menschen anstecke, sei trotz der beiden Fälle „schwach“. Keine Hinweise gebe es dagegen darauf, dass die Übertragung vom Tier zurück auf den Menschen möglich sei.

Ob Tiere andere Tiere anstecken können, wird noch im Weiteren untersucht.

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Coronavirus: Tiere als potentieller Überträger?

Einst wurde das Coronavirus ursprünglich von einem Tier auf den Menschen übertragen. Der Gedanke, dass sich nun widerrum auch Tiere mit dem gefährlichen Virus anstecken können, ist daher nicht unbegründet. Doch es gibt Entwarnung. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, gibt es keine genauen Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen einen potentiellen Überträger des Covid-19-Virus darstellen. Haustiere stellen laut dem Institut kein Infektionsrisiko für den Menschen dar oder weisen eine andere Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 auf. Somit können Tierbesitzer beruhigt sein und müssen ihren Kontakt zu ihren Tieren nicht meiden oder auf Abstand halten.

 

Hygienemaßnahmen: Das ist zu beachten

Sowohl im Alltag als auch im Umgang mit Hunden sollte, gerade in Zeiten der Coronakrise, dennoch auf eine ausreichende Hygiene der Hände achten. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) rät deshalb dazu, sich regelmäßig die Hände mit einer Seife zu waschen. Ebenfalls empfiehlt es sich, einen engen Kontakt mit dem Haustier einzudämmen. Somit sollte man darauf achten, dass das Tier einem nicht durch das Gesicht schlecken kann und man eine gewisse Grunddistanz einhält. 

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Coronavirus: Übertragen von Mensch auf Tier möglich?

Auch bei der Gegenfrage, ob infizierte Menschen ein Tier anstecken können, gibt es Entwarnung, seitens des FLI. Bislang gibt es keine wissenschaftlich belegbaren Fälle, in denen eine Infektion von Menschen aufs Tier nachgewiesen werden kann. Dennoch sollte man im Falle einer Infektion auch zu seinen Haustieren einen nötigen Abstand bewahren. Zur gefährdeten Risikogruppe gehören nach aktuellen Stand immer noch Erkrankte mit Lungenvorbelastung und Menschen über 60. Schwangere gehören übrigens nicht zur Risikogruppe, bei der ein schwerer Verlauf der Covid-19-Erkrankung prognostiziert wird.

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