Kastanien essen: Daran erkennen Sie essbare Kastanien

Es gibt rund 20 Arten von Kastanien – aber nicht alle eignen sich zum Essen.  An welchen Merkmalen Sie essbare von nicht-essbaren Kastanien unterscheiden können.

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Wer Kastanien essen möchte, muss darauf achten, welche Art er vor sich hat. Denn nicht alle Kastanien sind für den Verzehr geeignet.

Kann man Kastanien essen?

Im Prinzip ja. In Südeuropa gehörten sie früher zum Hauptnahrungsmittel und galten als „Brot der Armen“. Sie enthalten einen hohen Anteil an Stärke und Saccharose. Zudem enthalten sie essentielle Aminosäuren, viel Kalium und wenig Fett. Doch gilt dies nur für die essbare Variante der Kastanien.

Kastanien essen: Welches ist die essbare Kastanie?

Essen kann man die Früchte der Edelkastanie, auch Esskastanie oder Echte Kastanie genannt. Sie zählt zu den Buchengewächsen und kommt auch in Deutschland, vor allem aber in süd- und osteuropäischen Ländern vor. So erkennt man die Esskastanie:

  • Einzelne, längliche Blätter mit kleinen, spitzen Stacheln.
  • Lange, eher weiche Stacheln an der Fruchthülle.
  • Bis zu drei Früchte in einer Hülle.
  • Eher flache Früchte, die spitz zulaufen.
  • Leicht behaarte Spitze.

Maronen sind eine Zuchtform der Esskastanie und auf Herbst- und Weihnachtsmärkten ein beliebter Snack. Ihr Geschmack ist stärker und süßer als der von Kastanien.

Ist auch die Rosskastanie essbar?

Die Früchte, die Kinder bei uns so gerne sammeln und Figuren aus ihnen basteln, stammen meist von der Rosskastanie. Sie gehört zu den Seifenbaumgewächsen und damit zu einer ganz anderen Familie als die Esskastanie. Wegen ihrer Ähnlichkeit werden die Früchte aber oft verwechselt.

So unterscheidet sich die Rosskastanie von der Esskastanie:

  • Blätter aus fünf Einzelblättern
  • Fruchthülle mit kurzen, harten Stacheln.
  • Ein bis zwei Früchte in jeder Hülle.
  • Runde Früchte mit typisch weißem Fleck.

Die Früchte der Rosskastanie darf man nicht essen, da sie giftig sind. Es können Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Übelkeit auftreten. Hat man doch eine Rosskastanie gegessen, sollte man bei stärkeren Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Wilde Tiere wie Rehe und Wildschweine können die Früchte übrigens wunderbar vertragen – aber für Haustiere und auch Pferde können sie ebenfalls problematisch sein.

Darf man Kastanien roh essen?

Man kann Edelkastanien und Maronen roh, gekocht oder geröstet essen. Will man sie roh essen, muss erst die Hülle entfernt werden. Beim Rösten, beispielsweise im Backofen, bleibt die Schale erst mal dran und wird kreuzweise eingeritzt. So kann die Hitze eindringen und die Kastanie garen. Nach ca. 20 bis 30 Minuten bei 175 Grad ist der Röstvorgang beendet. Das ist daran erkennbar, dass sich die Schale an den Einkerbungen geöffnet hat und dunkel ist. Beim Kochen geht man ähnlich vor. Die Kastanien werden dabei für rund 20 Minuten in kochendes Wasser gegeben.

Wichtig ist es also, auf den Unterschied zwischen essbaren und nicht-essbaren Exemplaren zu achten. Dann kann man Kastanien essen und ihren leckeren Geschmack bedenkenlos genießen.

Quellen:
Maroni oder Rosskastanie? So unterscheiden Sie essbare Kastanien von giftigen in: oekotest.de

Auf den Geschmack gekommen – Die Esskastanie erlebt eine Renaissance in: nabu.de