Kartoffel – wertvoller Energielieferant

Eine echte Nährstoffbombe: Das stärkehaltige Fleisch der Kartoffel liefert neben Mineralien, Spurenelementen und B-Vitaminen hochwertige Kohlenhydrate. Diese versorgen über das Blut Nerven und Gehirn mit dem Brennstoff Glukose und pushen zugleich den Blutzuckerspiegel.

Kartoffeln
Wer zwei große Kartoffeln pro Tag isst, hält den Laune-Level locker im Lot© Fotolia
 

Anwendung und Heilwirkung

Definition Kartoffel

Bezeichnung: Solanum tuberosum
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Nachtschatten (Solanum)
Art: Kartoffel

Verwendung in der Heilkunde finden nur die Knollen und daraus gewonnene Zubereitungen wie Presssaft. Brei aus gekochten und zerstampften Kartoffeln wird für warme Wickel verwendet, diese schaffen Linderung bei Halsschmerzen, Rheuma, Hautproblemen. Der aus den Knollen gewonnene Saft wird zur Behandlung von Sodbrennen eingenommen. Generell haben die in der Kartoffelknolle enthaltenen Vitamine, Stärke, Mineral- und Ballaststoffe und Spurenelemente eine Säure bindende und krampflösende Wirkung auf den Körper.

 

In der Kartoffel enthaltene Wirkstoffe

Steroidalkaloidsaponine (Solanin, Chaconin), Acetylcholin, Ascorbinsäure, Schleimstoffe

 

Botanik

Die Kartoffel zählt zu den Staudengewächsen. Sie wächst aufrecht oder kletternd und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter. Die Blätter der Kartoffelpflanze haben einen kurzen Stiel, werden bis zu 30 cm lang und 10 cm breit. Sie sind wechselständig angeordnet und unpaarig gefiedert. Kleinere und größere Blätter wechseln sich ab.

Kartoffelwickel
Brei aus gekochten und zerstampften Kartoffeln wird für warme Wickel verwendet, diese schaffen Linderung bei Halsschmerzen, Rheuma und Hautproblemen© Imago

Zur Blütezeit bildet die Pflanze Dolden aus, an denen mehrere, glockenförmige Blüten hängen. Die Farbe der Blüten variiert zwischen weiß, rosa und lila. Aus den Blüten entwickelt sich nach dem Abblühen eine grün-gelbe Beere, die den Samen enthält.

Das unterirdische Wurzelwerk ist weit verzweigt und bildet durch Verdickung Sprossknollen an den Wurzelenden, die sogenannten Kartoffeln.

 

Verbreitung

Ursprünglich war die Kartoffel in Südamerika, in den Anden, beheimatet. Inzwischen wird sie weltweit kultiviert und als Nahrungsmittel angebaut.

 

So wird die Kartoffel auch genannt

Erdapfel, Krumbeere, Grumbeer, Grundbirne

Wissenswertes über die Kartoffel

Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte die Kartoffelpflanze von Südamerika nach Europa. Wegen ihrer schönen Blüte und der üppigen Blätter wurde sie als exotische Zierpflanze in die botanischen Gärten europäischer Fürsten aufgenommen.

Kartoffeln wurden als giftige Nachtschattengewächse bezeichnet und vom Verzehr wurde dringend abgeraten. Friedrich II. von Preußen soll 1743 von seiner Schwester, Markgräfin Wilhelmine von Bayern, Kartoffeln als Nahrungsmittel vorgesetzt bekommen haben. Und, als mutiger Fürst bewies er im Selbstversuch die Ungefährlichkeit der Knolle. Nach einer Hungersnot führte er per Dekret 1775 den großflächigen Kartoffelanbau in Preußen ein.

Heute ist Deutschland der größte Kartoffelproduzent in der Europäischen Union.

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