Karies: Wie sieht die Therapie aus?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei Karies orientiert sich die Behandlung vor allem danach, inwieweit sich die Karies bereits im Zahnschmelz, dem darunter liegenden Zahnbein und gegebenenfalls im Zahnmark ausgebreitet hat. Bei einer beginnenden, oberflächlichen Karies, in der auch der Zahnschmelz selbst nur oberflächlich „angegriffen“ ist, kann eine gezielte Fluorid-Behandlung entstandene Schäden wieder reparieren.

Im Normalfall ist bei der Karies-Therapie die Entfernung mit einem Bohrer unerlässlich, wobei der der Zahnarzt – in der Regel unter örtlicher Betäubung des jeweiligen Zahnnervs – die Karies entfernt. Zuerst setzt der Zahnarzt dabei einen schnell rotierenden, diamantbesetzten Bohrer ein, der die Karies aus dem Zahnschmelz entfernt. Ist die Karies bereits bis in das Zahnbein vorgedrungen, bohrt er die Karies dort mit einem langsam rotieren Bohrer, einem sogenannten Rosenbohrer heraus.

Eine Alternative ist die Karies-Behandlung mittels eines Lasers, bei der die Laserstrahlen die Karies beseitigen. Eine weitere Methode besteht im Einweichen der Karies durch ein Spezialgel. Der Zahnarzt schabt die aufgeweichten Karies-Stellen im Anschluss heraus. Auch hier muss – wie bei der klassischen Karies-Behandlung – gebohrt werden. Das Bohren beschränkt sich aber auf das Bohren im Zahnschmelz. Eine bis ins Zahnbein vorgedrungene Karies weicht der Zahnarzt im zweiten Schritt durch das Spezialgel auf und schabt sie heraus.

Hat die Karies bereits das innere Zahnmark geöffnet und die Zahnerven angegriffen, so muss der Zahnarzt zuerst die geschädigten Zahnnerven in den einzelnen Kanälen der Zahnwurzel entfernen und im Anschluss jeden einzelnen Wurzelkanal durch eine Wurzelfüllung versiegeln, um sie vor erneuten Kariesangriffen zu schützen.

Das durch das Bohren entstandene Loch an der Zahnkrone füllt er mit formbaren Füllmaterialien (z. B. Amalgam, Kunststoff) oder mit sogenannten Inlays, vorgefertigten Einlagen aus. Sie werden aus Gold, Keramik, Kunststoff oder Titan gefertigt.

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