Kann Menthol Migräne-Schmerzen lindern?

Carolin Banser
Menthol lindert Migräne
Eine aktuelle Studie bestätigt, dass Menthol bzw. dessen Quelle Pfefferminzöl Migräne-Beschwerden wirksam lindern kann © Fotolia

Wer bei Kopfschmerzen auf Medikamente verzichten will, vertraut auf Pfefferminzöl. Ob das darin enthaltene Menthol auch bei Migräne-Beschwerden eine schmerzstillende Wirkung hat, haben Forscher nun erstmals untersucht. Zu den Ergebnissen.

Studien beweisen, dass Pfefferminzöl Spannungskopfweh genauso gut lindert wie Tabletten. Das im Öl enthaltene Menthol wirkt betäubend, indem es die Botenstoffe im Nervensystem – die das marternde Symptom erzeugen – hemmt. Ob die Anwendung von Menthol auch Migräne-Beschwerden bessern kann, untersuchten Forscher jetzt in einer Studie bei 32 Patienten mit seit mindestens einem Jahr bestehenden Beschwerden.

 

Studie zur Wirkung von Menthol bei Migräne

Für die Untersuchung trugen die Betroffenen bei einer Migräneattacke ein 6-prozentiges Menthol-Gel im Bereich von Hinterkopf und Nacken auf. Die Schmerzintensität und weitere Migräne-typische Begleitsymptome hielten sie im Abstand von 30, 60, 90 Minuten sowie 2, 4 und 24 Stunden nach der Gelverwendung in einem Tagebuch fest. Das Ergebnis: Die Schmerzintensität verringerte sich nach zwei Stunden in 52 Prozent der Fälle, blieb bei 32 Prozent hingegen mehr oder weniger unverändert. Nach 24 Stunden hatten lediglich zwei Patienten noch leichte Kopfschmerzen. Zehn Patienten waren nach 2 bis 24 Stunden beschwerdefrei. Die Studiendaten bestätigen, dass Menthol bzw. Pfefferminzöl, ein hilfreicher Wirkstoff zur Schmerzbekämpfung ist. Erhältlich ist Menthol-Gel in der Apotheke oder in diversen Online-Shops.

Die beste Lösung für Menschen, die unter Migräne oder chronischen Kopfschmerzen leiden, ist Vorbeugung. Hier erfahren Sie, wie Sie die nächste Migräne-Attacke verhindern können!

Hamburg, 26. September 2015

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