Kann meine Mikrowelle Diabetes auslösen?

Essen in Mikrowelle
Wer sein Essen in er Mikrowelle aufwärmen will, sollte es auf Mikrowellengeschirr aus Porzellan oder Glas umfüllen © Fotolia

Eine Studie zeigt: Wer sein Essen in der Mikrowelle aufwärmt, sollte unbedingt auf eine Sache achten, um sich vor zwei schweren Krankheiten zu schützen.

Fast jeder hat es schon einmal getan: Die Reste vom Abendessen in einer Tupperdose aufbewahrt und sie dann am nächsten Tag entweder Zuhause oder auf der Arbeit in einer Mikrowelle aufgewärmt. Laut einer neuen Studie könnte das aber zu Krankheiten wie Bluthochdruck oder sogar Diabetes führen.

Laut Wissenschaftlern der New York University School of Medicine entlassen die Behälter bei Hitzeeinwirkung Chemikalien, die möglicherweise eine Insulinresistenz auslösen und den Blutdruck erhöhen können. „Sogar ohne Hitzeeinwirkung können schon kleine Mengen der Stoffe in die Nahrung übergehen", sagte Dr. Leonard Transande, einer der Studienautoren, den NY Daily News.

 

Gefährliche Weichmacher

Zusammen mit seinem Team untersuchte Transande zwei sogenannte Phtalate, die als Weichmacher für Kunststoffe wie zum Beispiel PVC verwendet werden. Die Wissenschaftler suchten nach den Komponenten DINP und DIDP im Urin von Studienteilnehmern. Dazu nutzten sie Daten der National Health and Nutrition Examination Survey, die zwischen 2009 und 2012 erhoben wurden. Rund 15 000 Menschen wurden dabei untersucht.

Dabei konnten Sie eine Verbindung zwischen erhöhtem Blutdruck und hohen Konzentrationen der beiden Weichmacher im Urin ausmachen. Wichtig ist dabei anzumerken, dass eine solche Studie keine Aussage über Ursache und Wirkung treffen kann. Es lässt sich also nicht sagen, ob die Weichmacher den Bluthochdruck ausgelöst haben – oder ob Menschen mit erhöhtem Blutdruck eher Produkte konsumieren, die Weichmacher an sie abgeben. Diese Frage müssen weitere Studien klären.

 

So lassen sich die Weichmacher umgehen

Essen nicht in Plastikboxen in der Mikrowelle erhitzen. Besser: Mikrowellengeschirr aus Glas nutzen.

Die Tupperdosen nicht im Geschirrspüler abwaschen, da dieser die giftigen Stoffe auf das andere Geschirr verteilen kann.

 Generell Plastikverpackungen vermeiden bei denen im Recyclingsymbol die Nummern drei, sechs und neun stehen. Sie kennzeichnen die gefährlichen Stoffe.

Hamburg, 17. Juni 2015

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