Kann man Nierensteinen vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Zwar können Sie Nierensteinen nicht mit hundertprozentiger Sicherheit vorbeugen, aber Sie können das Risiko, dass sich Nierensteine bilden, mit relativ einfachen Mitteln erheblich verringern. Auch wenn Sie bereits an Nierensteinen leiden, helfen einige gezielte Maßnahmen, neuen Nierensteinen vorzubeugen.

 

Vorbeuge-Maßnahmen gegen Nierensteine

  • Eine sehr einfache und wirkungsvolle Maßnahme, mit der Sie Nierensteinen vorbeugen können, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie möglichst zwei bis drei Liter pro Tag.
  • Ernähren Sie sich möglichst abwechslungsreich mit viel Obst, Gemüse und Getreideprodukten. Bei bestimmten Lebensmitteln sollten Sie hingegen etwas zurückhaltender sein. Proteine, die Nierensteine begünstigen, sind zum Beispiel in Fleisch und Fisch in großen Mengen enthalten, während einige Gemüse wie Spinat und Spargel reich an Oxalat sind.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Bewegung tut Ihrem Körper gut und sorgt in manchen Fällen sogar dafür, dass Nierensteine sich wieder lösen oder gar nicht erst festsetzen können.
  • Strenge Diäten erhöhen das Risiko für bestimmte Steinarten. Wenn Sie an Übergewicht leiden, sollten Sie auf jeden Fall versuchen, Ihr Normalgewicht zu erreichen –  allerdings nicht durch eine radikale Hungerkur, sondern mithilfe einer sinnvollen Ernährungsumstellung und durch viel Bewegung.
  • Wenn Sie immer wieder an Nierensteinen leiden, empfiehlt sich im Anschluss an die Nierensteinentnahme eine chemische Analyse der Nierensteine. Aufgrund der chemischen Zusammensetzung kann der Arzt Rückschlüsse auf bestimmte Stoffwechselerkrankungen oder andere Risikofaktoren ziehen.
  • Wenn Sie an bestimmten Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen leiden, können Sie durch eine gezielte Ernährung neuen Nierensteinen vorbeugen. In einigen Fällen ist eine umfassende Ernährungsumstellung erforderlich, manchmal reicht es aber schon aus, bestimmte Lebensmittel zu meiden. Eine Ernährungsberatung kann Sie mit einem individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Ernährungsplan dabei unterstützen.
 

Medikamente zur Vorbeugung

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben, einen Nierenstein zu bekommen, können bestimmte Medikamente (wie Alkalizitrate oder Natriumbikarbonat) die überschüssigen Mineralien und Salze im Urin neutralisieren oder den pH-Wert des Urins so beeinflussen, dass Nierensteine weniger leicht entstehen.

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