Kann man mit Mozart Parkinson vorbeugen?

Forscher haben jetzt herausgefunden: Klassische Musik beeinflusst die Prozesse im Gehirn
Forscher haben jetzt herausgefunden: Klassische Musik beeinflusst die Prozesse im Gehirn © Fotolia

Klassische Musik schützt unser Gehirn – das haben finnische Forscher jetzt herausgefunden. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Musik hören ist eine komplexe Aufgabe für das Gehirn, das ist der Wissenschaft schon lange bekannt. Doch kann sie uns auch dabei helfen, das Gehirn zu trainieren und so vor Abnutzungserscheinungen zu schützen? Das haben finnische Forscher in ihrer aktuellen Studie untersucht.

Dazu ließen sie Probanden für 20 Minuten Mozarts Violinkonzert Nr. 3 hören und analysierten, welche Prozesse sich dabei in ihrem Gehirn abspielten.

 

Musik schützt Nervenzellen

Dabei konnten sie beobachten, dass die Musik die Prozesse im Gehirn beeinflusste: Beispielsweise förderte sie die Ausschüttung des Belohnungs-Botenstoffs Dopamin – ein Mangel dieses Stoffes wird als Ursache für die Entstehung der Parkinsonkrankheit angesehen. Außerdem verbesserte sie den Kommunikationsfluss zwischen den Nervenzellen und setzte Prozesse in Gang, die beim Lernen und Erinnern neuer Informationen ablaufen.

Gleichzeitig führte das Musikhören dazu, dass Prozesse gebremst wurden, die zur Degeneration von Nervenzellen führen – auch sie spielt bei der Entstehung von Parkinson eine Rolle.

Das Erstaunliche: Diese Vorgänge spielten sich nur bei Probanden ab, die mit klassischer Musik vertraut waren – der schützende Effekt für das Gehirn will also trainiert sein.

Hamburg, 16. März 2015

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