Kann man einen Hirntumor vergiften?

Flaschen Krebszellen
Eine aktuelle Studie zeigt, dass es einem Forscherteam der University of Harvard gelungen ist, Krebszellen erfolgreich zu bekämpfen, ohne Nebenwirkungen auszulösen © Fotolia

Es ist der heilige Gral der modernen Medizinforschung: Das Allround-Krebs-Medikament ohne Nebenwirkungen. US-amerikanische Mediziner scheinen diesem Ziel nun einen entscheidenden Schritt näher gekommen zu sein. Und dafür nutzen sie die giftige Seite unseres Körpers. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass es einem Forscherteam der University of Harvard gelungen ist, Krebszellen erfolgreich zu bekämpfen, ohne Nebenwirkungen auszulösen. Dafür modifizieren sie die genetischen Informationen von körpereigenen Stammzellen, sodass diese – entgegen ihrer eigentlichen Aufgabe im Körper – Toxine produzieren, die wiederum den Tumor regelrecht vergiften.

 

Durchbruch zur Heilung von Krebs?

Die Forscher sprechen bei dem Verfahren, das vor allem zur Bekämpfung von Hirntumoren getestet wurde, aber auch bei anderen Krebssorten wirken soll, von einem „Durchbruch in der Krebsbekämpfung“.

Schon länger verfügen Mediziner über das Wissen, um Stammzellen so zu manipulieren, dass sie giftige Stoffe absondern. Nun gelang es den Wissenschaftlern aber nach jahrelanger Forschung, diese Toxine so entstehen zu lassen, dass sie nur Zellen zerstören, die von Krebs befallen sind.

Hamburg, 28. Oktober 2014

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