Kann man dem Tourette-Syndrom vorbeugen?

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Da die medizinischen Ursachen des Tourette-Syndroms bislang nicht geklärt sind, ist es ist nicht möglich, der Erkrankung gezielt vorzubeugen. Betroffene und Angehörige können sich das Leben mit der Krankheit aber mit relativ einfachen Mitteln wesentlich erleichtern.

  • Informieren Sie sich möglichst genau über Ihre Erkrankung oder die Erkrankung Ihres Kindes und klären Sie alle wichtigen Bezugspersonen über die typischen Symptome des Tourette-Syndroms auf. Es ist eine erhebliche Entlastung für die Betroffenen, nicht mehr durch das soziale Umfeld unter Druck gesetzt zu werden.
  • Sprechen Sie als Eltern mit den Lehrern Ihres Kindes über besondere Bedürfnisse und bestimmte Sonderregelungen. Manchmal kann es für ein Kind mit Tourette-Syndrom zum Beispiel hilfreich sein, wenn es die Klasse kurz verlassen darf, wenn es den Tic nicht länger unterdrücken kann.
  • Bestrafen oder beschimpfen Sie Ihr Kind nicht wegen seiner Tics, auch wenn das Verhalten des Kindes durch die Tics oft unangemessen ist. Tics sind unwillkürliche Handlungen, die das Kind nicht verhindern kann. 
  • Als betroffene Eltern sollten Sie sich klarmachen, dass Sie nicht die Schuld an der Erkrankung Ihres Kindes tragen. Das Tourette-Syndrom ist eine psychiatrische Störung und wird nicht durch Erziehungsfehler verursacht.
  • Tics können durch Stress oder emotionale Situationen ausgelöst oder verstärkt werden. Es ist nicht immer möglich, diese Situationen komplett zu vermeiden und so den Tics beim Tourette-Syndrom vorzubeugen. Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training sind aber sehr hilfreich, um besser mit dem Stress klarzukommen.
  • In einer Verhaltenstherapie können Sie oder Ihr Kind wichtige Strategien erlernen, die Tics zu kontrollieren und besser mit ihnen umzugehen.
Yoga hilft zur Entspannung
Tics können beim Tourette-Syndrom durch Stress ausgelöst werden. Entspannungstechniken wie Yoga helfen dabei, die innere Balance besser zu halten© Fotolia

Schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an oder nehmen Sie über Foren und Blogs im Internet Kontakt zu anderen Betroffenen auf. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen, die am Tourette-Syndrom erkrankt sind, kann Ihnen helfen, Ihre Lebenssituation besser zu bewältigen.

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