Kann Eis schlecht werden? Darauf kommt es an!

Verena Elson Medizinredakteurin

Eiscreme ist besonders bei sommerlichen Temperaturen eine willkommene Erfrischung. Weniger willkommen sind dagegen Lebensmittelvergiftungen mit Bakterien wie Salmonellen. Kann Eis schlecht werden? Bei diesen Anzeichen ist Vorsicht geboten!

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Inhalt
  1. Kann Eis schlecht werden? Bedeutung der Kühlkette
  2. Kann gefrorenes Eis schlecht werden?
  3. Eiskristalle auf dem Eis: Immer ein Grund zur Sorge?
  4. Wie lange ist Eis haltbar?
  5. Speiseeis lagern: Die besten Tipps

Nach dem leckeren Abendessen fehlt eigentlich nur noch der Nachtisch. War da nicht noch Eis im Gefrierfach? Aber seit wann liegt das da schon? Kann Eis schlecht werden? Prinzipiell schon. Wie groß die Gefahr ist, hängt vor allem davon ab, ob die Eiscreme immer sachgemäß gelagert wurde.

 

Kann Eis schlecht werden? Bedeutung der Kühlkette

Eiscreme kann sich sehr lange halten – wenn die Kühlkette immer eingehalten wurde, das Lebensmittel also durchgehend sachgemäß gekühlt wurde. Beginnt das Eis zu schmelzen, finden Bakterien wie Salmonellen und Listerien in dem milchigen Produkt allerdings ideale Bedingungen vor. Dann kann Eis tatsächlich schlecht werden und zu Lebensmittelvergiftungen mit Durchfall und Erbrechen führen.

Darum ist die wichtigste Maßnahme, um Speiseeis frisch zu halten, die Kühlkette immer einzuhalten: Das bedeutet, das Eis sollte niemals aufgetaut und dann wieder eingefroren werden. Ist es einmal geschmolzen, sollte es verzehrt oder entsorgt werden.

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Kann gefrorenes Eis schlecht werden?

Bleibt die Eiscreme dagegen durchgehend im gefrorenen Zustand, bleibt sie in der Regel weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus frisch und genießbar.

 

Eiskristalle auf dem Eis: Immer ein Grund zur Sorge?

Ein Anzeichen, dass die Kühlkette bereits einmal unterbrochen wurde, sind Eiskristalle auf der Oberfläche und im Inneren der Eiscreme (Eiskristalle auf der Verpackung sind unbedenklich). Befinden sie sich in einem frisch gekauften Produkt, ist das eigentlich ein Umtauschgrund, denn sie deuten auf eine deutlich geminderte Qualität hin.

Sie bedeuten aber noch nicht, dass das Eis schlecht geworden ist – die Kristalle weisen lediglich darauf hin, dass die Eiscreme bereits einmal zu schmelzen begonnen hat. Dann ist Vorsicht geboten – Warnzeichen sind eine veränderte Konsistenz und ein leicht säuerlicher Geschmack. Sind Geschmack und Konsistenz aber unauffällig, kann das Eis verzehrt werden.

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Wie lange ist Eis haltbar?

Wenn die Kühlkette nicht unterbrochen wurde, ist Eiscreme mehrere Monate haltbar, ungeöffnet bis zu einem Jahr. Der Verzehr ist natürlich immer nur dann unbedenklich, wenn der Geschmackstest „unauffällig“ ausgefallen ist.

 

Speiseeis lagern: Die besten Tipps

Mit diesen Tipps bleibt die Eiscreme länger frisch:

  • Kühlkette einhalten: Zum Einkaufen eine Kühltasche mitnehmen, damit die Eiscreme nicht auf dem Heimtransport zu schmelzen beginnt. Niemals bereits aufgetautes Eis wieder einfrieren.
  • Temperatur kontrollieren: Die Temperatur im Gefrierfach sollte konstant -18 Grad Celsius betragen.
  • Eiscreme unten lagern: In den unteren Fächern der Gefriertruhe ist es kälter – Speiseeis sollte darum dort gelagert werden.

Werden die Regeln zur sachgemäßen Lagerung – allen voran die Einhaltung der Kühlkette – nicht beachtet, kann Eis tatsächlich schlecht werden; und dann drohen Lebensmittelvergiftungen.

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