Kann eine Erkältung bei Kindern zum Schlaganfall führen?

Erkältungen erhöhen Schlaganfall-Risiko bei Kindern
Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind seine Erkältung ganz auskuriert. Denn Forscher fanden heraus, dass Lungenerkrankungen bei Kindern Schlaganfälle auslösen können © Fotolia

Eine Erkältung kann bei Kindern schlimme Folgen haben – das haben Forscher jetzt herausgefunden. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen Schlaganfällen bei Kindern und vorangegangenen Infekten nachweisen.

Schlaganfälle gelten nicht unbedingt als Kinderkrankheiten. Trotzdem erkranken jedes Jahr Kinder daran – meist mit schlimmen Folgen. Mediziner erforschen das Phänomen seit Jahren und suchen nach den Auslösern. Nun scheint der Durchbruch gelungen. 

Eine Studie von Medizinern des Benioff Children's Hospital in San Francisco fand heraus, dass Erkältungen bei Kindern das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Veröffentlicht wurde die Untersuchung kürzlich in der angesehenen Zeitschrift Neurology.

 

Erkältungen bei Kindern nicht verharmlosen

Demnach kränkeln rund 10 Prozent der Kinder, die einen Schlaganfall erleiden, im Vorfeld an Infekten – zumeist in der Lunge. Die Erkältung besteht bei den Kindern meist bereits drei Tage vor dem Schlaganfall. Die Forscher erklären, dass vor allem Erkrankungen der Atemwege „bei Kindern den letzten Anstoß für die Bildung eines Blutgerinnsels in den Gehirngefäßen“ geben können.

Für die Studie wurden 408 Kinder untersucht. Davon hatten 102 Kinder einen Schlaganfall erlitten – 306 Kinder waren gesund und dienten als Kontrollgruppe.

Eine Erkältung kommt bei Kindern häufig vor – bis zu zehnmal jährlich. In den allermeisten Fällen überstehen Kinder diese Infekte jedoch problemlos.

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