Kann eine Blase am Fuß tödlich sein?

Blase am Fuß
Eine aufgeplatzte Blase am Fuß behandelt man am besten mit einem polsternden Pflaster. So wird der Reibungseffekt verringert und Schmutz abgehalten © Fotolia

Blasen an den Füßen schmerzen, drücken und können sich entzünden. Manchmal – das zeigt ein Fall eines Jugendlichen aus England – geht von Blasen sogar eine tödliche Gefahr aus. Praxisvita hat für Sie die Fakten.

Der 12-jährige Macenzie trug während der warmen Sommertage in diesem Jahr nach Aussagen seiner Eltern öfters seine Schuhe ohne Socken. Dadurch bekam er eine Blase. Eigentlich harmlos, aber für Macenzie beinahe mit tödlichen Folgen.

 

Blase am Fuß löste toxischen Schock aus

Nach wenigen Tagen platzte die Blase auf und entzündete sich. Der Junge erlitt ein sogenanntes Toxisches Schock-Syndrom (TSS), das durch eine Bakterieninfektion im Wundbereich ausgelöst worden war. Vermutlich waren die weit verbreiteten Staphylococcus-Aureus-Bakterien für die lebensbedrohliche Infektion verantwortlich, da sie als Stoffwechselprodukt Giftstoffe freisetzen und so besonders bei Kindern einen toxischen Schock hervorrufen können.

 

Der Körper des jungen verfärbte sich schwarz

In der Folge hatte sich am ganzen Körper von Macenzie ein roter Ausschlag gebildet und sein Fuß schwoll immer weiter an. Aber erst als der Junge starkes Fieber bekam, brachte ihn seine Mutter zu einem Arzt. Doch der Zustand des 12-Jährigen hatte sich bereits soweit verschlechtert, dass sich der Ausschlag auf seiner Haut schwarz färbte und ein Organversagen drohte. Die behandelnden Ärzte operierten den Fuß des Jungen, entfernten das infizierte Gewebe, gaben ihm ein Antibiotikum – und retteten damit sein Leben.

Nach der Operation erklärte ein Arzt, dass Macenzie gestorben wären, hätten sie ihn nur wenige Stunden später behandelt.

 

So vermeiden Sie Blasem

Eine Blase kann durch eine dauerhafte Reibung der einzelnen Hautschichten entstehen – beispielsweise in einem Paar enger oder uneingetragener Schuhe. Dabei entsteht ein mit Gewebeflüssigkeit gefüllter Hohlraum entweder innerhalb der sogenannten Epidermis (Oberhaut) oder zwischen der Epidermis und der darunter liegenden Dermis (Lederhaut).

Zwar sind wegen der reibenden und kaum nachgebenden Eigenschaften von Schuhen in der Regel vor allem die Füße von Blasenbildung betroffen, dennoch kann eine Blase an jeder Stelle der Haut am Körper entstehen. Neben der Reibung gibt es weitere Auslöser – zum Beispiel Verbrennungen, Erfrierungen, Verätzungen oder Allergien sind häufige Gründe für die Bildung einer Blase.

 

Blasen richtig behandeln

In den meisten Fällen reicht es aus, die Blase mit einem Pflaster abzupolstern, damit kein Reibungseffekt mehr auf sie einwirken kann. Ebenso sollte der Kontakt mit Schmutz und Sonneneinstrahlung vermieden werden. Das Aufstechen einer Blase ist wegen der erhöhten Infektionsgefahr nicht zu empfehlen. Entzündet sich eine Blase, sollte sie von einem Arzt untersucht werden.

Weitere Informationen zum Thema Blasen finden Sie hier.

Hamburg, 20. August 2014

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