Kampf um das Ich – Kann Kokosöl Alzheimer mildern?

Kokosöl senkt Alzheimer-Risiko
Eine aktuelle Studie zeigt: Wer täglich Kokosöl in seinen Speiseplan einbaut, kann sein Alzheimer-Risiko deutlich senken und bestehende Symptome bessern © Fotolia

Ja, sagen Experten. Das natürliche Fett könnte endlich den Durchbruch in der Behandlung von Alzheimer bedeuten. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein bestimmtes Extrakt des Kokosöls dabei helfen kann, den Alzheimer-Verlauf zu hemmen und so den Fortschritt der Krankheit zu verlangsamen.

Er leidet an Sehstörungen, kämpft mit Schwächeanfällen und im Büro unterlaufen dem Buchhalter ständig Fehler. Als Steve Newport an Alzheimer erkrankt, ist er 59 Jahre alt. Seine Beschwerden verschlimmern sich nach kürzester Zeit so rapide, dass er sich weder an die Jahreszeit, den Monat noch die Stadt erinnern kann, in der er sich befindet. Er wird depressiv und abwesend. Die behandelnden Neurologen haben Steve längst aufgegeben. Darum beschließt seine Frau und Ärztin Dr. Mary Newport den Kampf gegen den Alzheimer-verlauf ihres Mannes selbst aufzunehmen – und stößt dabei auf Kokosöl. Sie mischt Steve einfach mehrere Esslöffel davon täglich unter sein Essen. Schon wenige Tage später kann er sich wieder an das aktuelle Datum erinnern. Nach fünf Monaten verschwinden Steves Sehstörungen. Er ist wie ausgewechselt: Er erkennt die Menschen um sich herum, nimmt am Geschehen teil. Mary Newport: "Es war als würde das Öl einen Schalter in seinem Gehirn anknipsen und ihn wieder klar denken lassen!"



Kokosöl
Eine Studie belegt, dass Kokosöl den Alzheimer-Verlauf positiv beeinflussen kann© Fotolia
 

Abschied vom Ich

: Der Alzheimer-Verlauf

Derzeit leben in Deutschland mehr als eine Million Menschen mit einer Demenz – zwei Drittel von ihnen leiden an der rätselhaften Krankheit, die Hirnzellen absterben lässt, das Gedächtnis zerstört und die Persönlichkeit verändert. Und die Zahl der Betroffenen wächst rasant. Der Alzheimer-Verlauf beginnt mit scheinbar zufälliger Vergesslichkeit, mit der Suche nach Begriffen, mit Fremdsein in einer gewohnten Umgebung. Der Schlüssel ist verlegt. Die Brille unauffindbar. Es kann bis zu 30 Jahre dauern, ehe die ersten Symptome der Krankheit auffällig werden. So lange schlummert sie unentdeckt im Gehirn. Bei dieser Krankheit besetzen eiweißhaltige Ablagerungen nach und nach das gesamte Großhirn ­– Nervenzellen sterben ab. Die Folge: Die Patienten verlieren die Orientierung. Erst verdämmert ihre Erinnerung, dann verödet ihr Verstand, dann ihre Sprache. Im Endstadium erkennen die Kranken weder ihre Kinder, noch erinnern sie sich an die eigene Identität.



 

Kokosöl schenkt Zeit?



Medikamente können die Krankheit nicht heilen. Aber sie begünstigen den Alzheimer-Verlauf und schenken manchmal wertvolle Zeit, denn sie helfen, dass die Krankheit erst später ausbricht und die Betroffenen länger im Alltag zurechtkommen. Die sogenannten Antidementiva sind jedoch nur bei einer frühzeitigen Diagnose von Nutzen. Und genau daran mangelt es in vielen Fällen: "Meine Mutter stand nachts auf, um spazieren zu gehen. Sie schichtete schmutzige Teller zu den sauberen in die Spülmaschine und wartete bei Verabredungen am falschen Ort. Trotzdem haben wir eine regelrechte Arztodyssee hinter uns gebracht, bis wir endlich die richtige Diagnose Alzheimer erhielten", erzählt Marion Hehmer, deren Mutter erkrankt ist.



Weltweit forschen Mediziner mit Hochdruck an wirksamen Therapien gegen Alzheimer – bisher ohne nennenswerte Ergebnisse. Und nun soll ein simples Lebensmittel der Schlüssel sein? "Ja", sagt der US-Ernährungsspezialist Dr. Bruce Fife. Dahinter steckt eine neue Theorie: Alzheimer ist eine Art Diabetes des Gehirns. Studien zeigen, dass das Hirn von Alzheimer-Patienten den Zucker im Blut nicht mehr richtig verwerten kann – das führt zu Engpässen in der Energieversorgung und zu den gefährlichen Eiweißablagerungen im Gehirn, die den Alzheimer-Verlauf beschleunigen. Doch wie lässt sich dieser Prozess stoppen? Dr. Fife hat einen alternativen Treibstoff fürs Gehirn entdeckt: Kokosöl. Seine Fettsäuren können vom Körper leicht in sogenannte Ketone umgewandelt werden – diese Stoffe schützen die Nervenzellen und liefern dem Gehirn sofort Energie. Dr. Fife empfiehlt zudem eine kohlenhydratarme Kost: viel Salat, Gemüse, Fisch, Fleisch, Ei – und wenig Zucker. Wer dazu täglich Kokosöl in seinen Speiseplan einbaut, kann sein Alzheimer-Risiko deutlich senken – und bestehende Symptome bessern.


 

Kokosöl richtig anwenden



Wo kann man es kaufen?

 Bei Kokosöl ist es besonders entscheidend, auf die Qualität des Produktes zu achten. Verwenden Sie darum am besten reines Bio-Kokosöl aus dem Reformhaus.



 

Wie wendet man Kokosöl an?



Da Kokosöl viele gesättigte Fettsäuren besitzt, ist es hoch erhitzbar. Verwenden Sie das Öl statt Margarine zum Braten von Gemüse, Fleisch und Fisch. Kokosöl schmeckt auch lecker zu Rohkost oder statt Butter auf Brot. Sie können das Öl aber auch einfach zum Essen beimischen.



 

Wieviel davon kann man täglich nehmen?



Zur Vorbeugung von Alzheimer empfiehlt Dr. Bruce Fife eine Dosis von 5 EL Kokosöl pro Tag. Menschen mit einer bereits bestehenden Demenzerkrankung können sogar 8 bis 10 EL am Tag nehmen, um den Alzheimer-verlauf positiv zu beeinflussen.

Uhren-Zeichnen-Test malt der Patient in einen leeren Kreis das Zifferblatt einer Uhr

 

Früherkennung: der Uhren-Test



Ist es schon Alzheimer?



Der Uhren-Test liefert erste Hinweise auf eine mögliche Erkrankung und deren Verlauf. Der Betroffene bekommt ein leeres Blatt Papier vorgelegt. Darin soll er eine Uhr als Kreis und darin die Ziffern 1-12 sowie eine bestimmte Uhrzeit, zum Beispiel 11.10 Uhr, eintragen



Ein falscher Zeigerstand weist auf eine leichte Demenz



Mittelschwere-Demenz: nur Zahlen über 12 gezeichnet



Schwere Demenz: Ziffern unvollständig, kaum erkennbar



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