Kalte Lungenentzündung: Warum die Symptome so schwer zu deuten sind

Miriam Mueller-Stahl Medizinredakteurin

Eine kalte Lungenentzündung ist schwer zu erkennen, da sie meist nicht von Fieber begleitet wird. Alle Infos über die Symptome einer atypischen Pneumonie.

Inhalt
  1. Kalte Lungenentzündung im Vergleich zur klassischen Lungenentzündung
  2. Typische Symptome einer kalten Lungenentzündung
  3. Ist eine kalte Lungenentzündung ansteckend?
  4. Wie wird eine kalte Lungenentzündung behandelt?
  5. Kann eine kalte Lungenentzündung verschleppt werden?

Eine Lungenentzündung, die ohne Fieber verläuft, wird auch als kalte Lungenentzündung bezeichnet. Doch durch welche Symptome äußert sich diese Form der Lungenentzündung und warum ist sie nur schwer zu erkennen? Alle wichtigen Infos.

 

Kalte Lungenentzündung im Vergleich zur klassischen Lungenentzündung

Eine kalte Lungenentzündung ist eine besondere Form der Lungenkrankheit. Sie wird daher auch als atypische Lungenentzündung bezeichnet. Wie auch bei der klassischen Pneumonie handelt es sich bei der kalten Pneumonie um einen entzündlichen Prozess in der Lunge. Die üblichen Symptome einer Lungenentzündung, wie erhöhte Temperatur und Fieber treten jedoch meist nicht auf. Hinzu kommt: Bei einer kalten Pneumonie treten die typischen Anzeichen meist nicht sofort, sondern erst einige Tage nach einer Infektion auf. Daher ist die atypische Form der Erkrankung schwerer zu diagnostizieren.

 

Typische Symptome einer kalten Lungenentzündung

Auch wenn die Anzeichen je nach Alter und von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sind, zeigen sich diese Symptome bei der kalten Lungenentzündung jedoch am häufigsten:

Atembeschwerden und Atemnot, die bei einer klassischen Pneunomie häufig auftreten, kommen bei einer kalten Lungenentzündung nur selten vor.

 

Ist eine kalte Lungenentzündung ansteckend?

Wie die klassische Pneumonie ist auch die kalte Lungenentzündung ansteckend. Die Krankheitserreger können durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Kinder haben ein höheres Ansteckungsrisiko als Erwachsene, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist und Krankheitserreger noch nicht so gut abwehren können. Auch Ältere und Menschen mit einem schwachen Immunsystem sind einer höheren Ansteckungsgefahr ausgesetzt.

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Wie wird eine kalte Lungenentzündung behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Art der Krankheitserreger. Auslöser einer atypischen Lungenentzündung sind meist Viren und / oder Mykroplasmen (eine Gattung sehr kleiner Bakterien) sein.

Folgende Maßnahmen können unabhängig vom Krankheitserreger helfen, Beschwerden zu lindern:

  • Bettruhe
  • vermehrte Flüssigkeitszufuhr
  • vitaminreiche Ernährung
  • Schleimlöser
  • Inhalation
 

Kann eine kalte Lungenentzündung verschleppt werden?

Da eine klare Diagnostik nur eingeschränkt möglich ist, besteht die Gefahr, eine kalte Pneumonie zu verschleppen. Sollten die Symptome mehr als sechs bis acht Wochen andauern, sprechen Ärzte von einer chronischen Lungenentzündung. In jedem Fall sollten Sie daher bei den ersten Anzeichen einer kalten Lungenentzündung einen Arzt aufsuchen, der die Symptome dann deuten kann.

Quelle:

Krankheitsbild Lungenentzündung, in: Lungenärzte im Netz

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