Kalte Lungenentzündung: Anzeichen richtig deuten

Redaktion PraxisVITA

Eine Lungenentzündung, die ohne Fieber verläuft, wird auch als kalte Lungenentzündung bezeichnet. Durch welche Symptome sie sich äußert und warum sie nur schwer zu erkennen ist – hier erfahren Sie alles wichtige.

 

Wie äußert sich eine kalte Lungenentzündung?

Die kalte Lungenentzündung ist eine besondere Form der Lungenkrankheit. Sie wird daher auch als atypische Lungenentzündung bezeichnet. Wie auch bei der klassischen Pneumonie handelt es sich bei der kalten Pneumonie um einen entzündlichen Prozess in der Lunge. Da die üblichen Symptome wie erhöhte Temperatur und Fieber nicht auftreten, ist die Diagnose oftmals erschwert.

Kalte Lungenentzündung
Die kalte Lungenentzündung ist besonders gefährlich. Da bei ihr kein Fieber auftritt, wird sie oft verkannt © Fotolia

Auch wenn die Anzeichen je nach Alter und von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sind, zeigen sich diese grippeähnlichen Symptome bei der kalten Lungenentzündung jedoch am häufigsten:

 

Ist eine kalte Lungenentzündung ansteckend?

Wie die klassische Pneumonie ist auch die kalte Lungenentzündung ansteckend. Die Krankheitsviren oder –bakterien (sogenannte Pneumokokken) werden in erster Linie durch Tröpfcheninfektion übertragen. Da Kinder in Kindergärten oder Schulen einer höheren Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, tritt die kalte Lungenentzündung häufiger bei Kindern als bei Erwachsenen auf. Auch bei älteren Personen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem ist die Ansteckungsgefahr groß.

 

Wie wird eine kalte Lungenentzündung behandelt?

Eine kalte Lungenentzündung wird in erster Linie mit Antibiotika behandelt. Hinzu kommen unterstützende Maßnahmen wie leichte körperliche Bewegung und Atemübungen. Eine reichliche Flüssigkeitsaufnahme und eine vitaminreiche Ernährung sind außerdem ratsam.

 

Kann eine kalte Lungenentzündung verschleppt werden?

Da eine klare Diagnostik nur eingeschränkt möglich ist und die Symptome irrtümlicherweise häufig für eine Grippe gehalten werden, besteht die Gefahr, die kalte Lungenentzündung zu verschleppen. Sollten die Symptome mehr als sechs bis acht Wochen andauern, sprechen Ärzte von einer chronischen Lungenentzündung. In jedem Fall sollten Sie daher bei den ersten Anzeichen einer Pneumonie einen Arzt aufsuchen.

 

VIDEO: Die besten Hausmittel gegen Husten

 
Das könnte Sie auch interessieren
Themen
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.