Kaliummangel: Was passiert in unserem Körper?

Alexander Scherb

Kalium gehört zu den wichtigsten Elementen im menschlichen Körper. Ohne Kalium geht nichts. Kaliummangel kann zu ernsthaften Beschwerden führen. Wie es dazu kommen kann und warum Kalium so wichtig für den Körper ist, erfahren Sie hier.

Mann sitzt auf Couch und fasst sich an den Kopf
Kaliummangel macht sich in Form von Konzentrationsschwäche bemerkbar Foto:  fizkes/iStock
Inhalt
  1. Was ist Kalium?
  2. Wofür braucht unser Körper Kalium?
  3. Kaliummangel: Wie kann es dazu kommen?
  4. Was passiert bei Kaliummangel?
  5. Behandlung: Was tun bei Kaliummangel?
  6. Ab wann tritt ein Kaliummangel auf?
  7. Diese Nahrungsmittel enthalten besonders viel Kalium
  8. Vorsicht vor zu viel Kalium
 

Was ist Kalium?

Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Jede Zelle benötigt ihn. Kalium reguliert den Flüssigkeitsgehalt der Zelle und sorgt für einen ausgeglichenen Stoffwechsel. In der Natur ist Kalium reichlich vertreten. Es gehört zu den zehn häufigsten Elementen auf unserem Planeten.

 

Wofür braucht unser Körper Kalium?

Kalium kommen eine Menge Funktionen zu. Besonders unsere Nerven und unsere Muskulatur sind auf Kalium angewiesen. In den Nerven fungiert Kalium als Reizleiter und in den Muskeln ist es an der Kontraktion beteiligt. Auch innerhalb der Zelle ist Kalium von großer Bedeutung. Dort reguliert es den Flüssigkeitshaushalt und übernimmt wichtige Funktionen im Stoffwechsel.

 

Kaliummangel: Wie kann es dazu kommen?

Zu einem Kaliummangel kommt es meist dann, wenn der Körper viel Flüssigkeit verliert. Sei es durch Erbrechen oder Durchfall. Auch medikamentöse Behandlungen, etwa mit Abführmitteln oder harntreibenden Medikamenten, können zu einem Kaliummangel führen. Besonders gefährlich ist ein Kaliummangel dann, wenn er als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit wie Leukämie oder Diabetes auftritt. Dann sollte besonders auf den Kaliumhaushalt geachtet werden.

Salat vs. Nahrungsergänzungsmittel
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Was passiert bei Kaliummangel?

Kaliummangel – auch Hypokaliämie genannt – macht sich vor allem durch Muskelschwäche und Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar. Das benötigte Kalium fehlt im Muskel und in den Nerven. In schlimmeren Fällen kann es auch zum sogenannten Herzstolpern kommen. Denn auch das Herz ist bekanntlich ein Muskel und deswegen auf die Zufuhr von Kalium angewiesen. Auch Verstopfung kann ein Hinweis auf Kaliummangel sein.

 

Behandlung: Was tun bei Kaliummangel?

Leiden Sie unter den oben genannten Symptomen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eine Hypokaliämie benötigt immer eine Therapie. Zusammen können Sie einen Ernährungsplan erstellen, der Ihnen genügend Kalium zuführt. Der Tagesbedarf an Kalium ist hoch. Etwa vier Gramm Kalium sollte ein Erwachsener am Tag zu sich nehmen. Die Gute Nachricht ist: Kalium ist so gut wie in allen Lebensmitteln vorhanden. Bei einem Kaliummangel sollte allerdings zu besonders kaliumreichen Lebensmitteln gegriffen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel können eine Hilfe sein. Diese gibt es rezeptfrei in jeder Apotheke. Doch Vorsicht: Zu viel Kalium kann den Körper ebenso schädigen!

 

Ab wann tritt ein Kaliummangel auf?

Kaliummangel kann man mit einem einfachen Bluttest bestimmen. Dabei gilt: Ein Wert zwischen 3,5 und 5,0 Millimol pro Liter ist normal. Bei einem Wert unter 3,5 mmol/l spricht man von einem Kaliummangel. Besonders deutlich fällt ein Mangel an Kalium übrigens dann auf, wenn dieser Wert abrupt fällt. Dann gilt es, viel Kalium zu sich zu nehmen.

Haselnüsse liegen in einem Korb
Haselnüsse enthalten besonders viel Kalium Foto: kajakiki/iStock
 

Diese Nahrungsmittel enthalten besonders viel Kalium

Kalium findet sich zwar in den meisten Nahrungsmitteln, allerdings bestechen manche Lebensmittel mit einem besonders hohen Wert an Kalium. Darunter fallen:

  • Pfifferlinge
  • Sojabohnen
  • Kichererbsen
  • Aprikosen
  • Tomatenmark
  • Pistazien
  • Zartbitterschokolade (mindestens 50 Prozent Kakaoanteil)
  • Kartoffelchips
  • Haselnüsse
  • Erdnüsse
 

Vorsicht vor zu viel Kalium

Ebenso wie Kaliummangel, kann auch zu viel Kalium für Beschwerden sorgen. Die Symptome sind dabei ähnlich denen, wie bei zu wenig Kalium. Deswegen empfiehlt sich eine kaliumreiche Ernährung immer nur kurzfristig (einige Tage) anzuwenden. Sollten sich die Symptome in dieser Zeit nicht verbessern, können andere Beschwerden vorliegen. Konsultieren Sie dann umgehend einen Arzt. Auch Medikamente können einen Kaliumüberschuss hervorrufen, beispielsweise bestimmte Antibiotika oder ACE-Hemmer.

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