Heilpflanzenlexikon

Kakao sorgt mit seinen Inhaltsstoffen für gute Laune

Kakao ist als Heilpflanze nicht zu unterschätzen. Kakao wird nicht nur eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt, seine Inhaltsstoffe können auch unsere Stimmung positiv beeinflussen.

Kakaobaum
Die Blüten des Kakaobaumes werden nicht, wie bei anderen Nutzpflanzen üblich, durch Bienen bestäubt, sondern durch kleine Mücken© Fotolia
 

 

 

Kakao: Anwendung und Heilwirkung

Kakaosamen oder Kakaobohnen werden (schwach) geröstet und zu Pulver verarbeitet. Ihre Anwendung erfolgt in Form von Aufgüssen oder als Bestandteil von Fertigarzneimitteln bei Hautverletzungen, altersbedingten Gefäßerkrankungen oder, dank einer leichten diuretischen Wirkung, bei Blasen- und Nierenleiden. Dem Kakaopulver wird eine antioxidative, cholesterinsenkende und anregende Wirkung nachgesagt. Auch dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von mindestens 70% soll sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken, ebenso fördern die in Spuren enthalten Neurotransmitter eine positive Stimmung. Die Kommission E (BGA/BfArM) bewertet die Wirksamkeit von Kakao negativ.

Definition Kakao
Bezeichnung: Theobroma cacao
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Gattung: Kakaobäume (Theobroma)
Art: Kakaobaum

 

Im Kakao enthaltene Wirkstoffe

Gerbstoffe (Polyphenole), Theobromin (Pflanzenalkaloid), Flavonoide, Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin); Hauptbestandteil ist Fett (Kakaobutter)

 

Botanik

Der Kakaobaum ist ein bis zu 15 Metern hoher, immergrüner Baum. Seine Blätter erreichen Längen von bis zu 30 Zentimetern. Die Blüten wachsen direkt aus dem Stamm heraus. Die Früchte sind etwa 20 Zentimeter lang und etwa 500 Gramm schwer. Jede Frucht enthält zwischen 30 und 60 weiße Samen.

Kakaobohnen
Kakaobohnen können meist das erste Mal geerntet werden, wenn der Kakaobaum bereits zwölf Jahre alt ist© Fotolia
 

Verbreitung

Die Heimat der Kakaopflanze ist Lateinamerika. Kultiviert wird sie mittlerweile jedoch auch in Afrika und Asien. Sie bedarf einer Mindesttemperatur von 16 °C.

 

Andere Namen für Kakao

Cacao

Wissenswertes über Kakao

Schon die Azteken bauten um das Jahr 1500 Kakao an. Aus gemahlenen Kakaobohnen wurde mit heißem Wasser ein stimulierendes Getränk zubereitet. Dieses war eher bitter, da Kakaobohnen naturgemäß kaum Zucker enthalten. Der aztekische Name "xocólatl" bedeutet so viel wie bitteres Wasser. Erst die Zugabe von Zucker läutete den weltweiten Siegeszug von Schokolade als Süßspeise ein. Die in Schokolade enthaltenen Stoffe Theobromin, Serotonin und Dopamin sollen im menschlichen Gehirn Glücksgefühle erzeugen können.

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