Kaffeetrinker leben länger

Kaffeetrinker leben länger
Kaffeetrinker sterben seltener an Herzleiden und anderen Krankheiten, zeigt eine aktuelle Studie © Fotolia

Wer drei bis fünf Tassen Kaffee täglich trinkt, hat laut einer neuen Studie ein geringeres Risiko, an verschiedenen Krankheiten zu sterben – und das gilt auch für Liebhaber von koffeinfreiem Kaffee.

Menschen, die täglich einige Tassen Kaffee (weniger als fünf) trinken, haben ein geringeres Risiko, frühzeitig an verschiedenen Krankheiten zu sterben. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health in ihrer aktuellen Studie.

Die Forscher werteten dazu Daten von fast 168.000 Frauen und mehr als 40.000 Männern aus, die in drei verschiedenen laufenden Studien erfasst wurden. Für die jeweiligen Studien wurden die Probanden bis zu 30 Jahre lang begleitet und alle vier Jahre zu ihrem Kaffeekonsum befragt.

 

Kaffeetrinker sterben seltener an Herzkrankheiten

Im Studienzeitraum starben 19.524 Frauen und 12.432 Männer an einer Reihe von Ursachen. Die Forscher beobachteten: Probanden, die eine bis fünf Tassen Kaffee täglich tranken, starben seltener an Herzleiden, neurologischen Erkrankungen oder Diabetes. Dieser Zusammenhang war auch bei koffeinfreiem Kaffee zu beobachten.

Ob tatsächlich der Kaffee die Probanden vor einem frühzeitigen Tod schützte, kann die Studie nicht beantworten. Die US-Forscher vermuten aber einen ursächlichen Zusammenhang: "Bioaktive Komponenten in Kaffee reduzieren Insulinresistenz und Entzündungen", sagt Studienautor Ming Ding. "Sie könnten für den antiproportionalen Zusammenhang zwischen Kaffee und Sterblichkeit verantwortlich sein. Doch mehr Studien sind notwendig, um die biologischen Mechanismen zu untersuchen, die diese Effekte herbeiführen."

Hamburg, 17. November 2015

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