Kaffeesatz als Dünger: Welche Pflanzen blühen auf?

Gaby Scheib

Sie trinken gern Kaffee? Und lieben Pflanzen? Das trifft sich ja bestens: Denn für viele Zier- und Nutzpflanzen ist Kaffeesatz als Dünger ideal. Worauf Sie achten sollten – und welche Pflanzen Kaffee überhaupt nicht mögen.

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Inhalt
  1. Welche Vorteile hat Kaffeesatz als Dünger?
  2. Kaffeesatz als Düngung: Worauf muss man achten?
  3. Wie oft kann man Kaffee als Dünger einsetzen?
  4. Welche Pflanzen mögen Düngen mit Kaffeesatz?
  5. Welche Pflanzen mögen keinen Kaffeesatz?

Normalerweise landen Kaffeereste aus der Maschine im Müll. Dabei können sie Blumen, Sträuchern & Co. richtig gut tun. Egal, ob auf dem Balkon oder im Garten: Nutzen Sie einfach den Kaffeesatz als Dünger für Ihre Pflanzen! Dann können Sie sich teure Düngemittel sparen.

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Welche Vorteile hat Kaffeesatz als Dünger?

Pflanzen mit Kaffeesatz zu düngen hat gleich mehrere Vorteile: 

• Kaffeesatz enthält wichtige Nährstoffe: Die Kaffeereste versorgen Pflanzen mit wertvollen Stoffen wie Stickstoff, Kalium, Phosphor, Gerbstoffen, Koffein und Antioxidantien. Vor allem Stickstoff hilft den Pflanzen, üppig zu wachsen. Handelsüblicher Dünger ist ähnlich zusammengesetzt, Kaffeesatz wirkt durch die Gerbstoffe, das Koffein und die Antioxidantien aber noch effektiver.

• Kaffeesatz wehrt Insekten ab: Für uns Menschen ist der Geruch angenehm, viele Insekten mögen ihn aber gar nicht – gegen Schädlinge wie Schnecken oder Ameisen ist Kaffeesatz also auch prima einsetzbar. Nützlinge wie Regenwürmer wiederum lieben Kaffeesatz.

• Kaffeesatz ist umweltschonend und günstig: Die Kaffeereste sind ein natürliches Abfallprodukt, das weitere Verwendung findet und nicht erst aus Rohstoffen produziert werden muss – so werden die Umwelt und die Haushaltskasse geschont.

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Kaffeesatz als Düngung: Worauf muss man achten?

Die Beschaffung ist schon mal einfach: Sie brauchen die Kaffeereste nur aus der Maschine zu entfernen. Dann sollten sie getrocknet werden, zum Beispiel ausgebreitet auf einem Backblech. Denn der feuchte Kaffeesatz schimmelt schnell – und das wäre für die Pflanzen sehr schädlich: In der Erde könnten Schimmelsporen wachsen, die Wurzeln faulen und die Pflanze eingehen. Kaffeereste aus Vollautomaten sollten daher auch täglich entfernt werden, bevor sich Schimmel bildet. 

Ist der Kaffeesatz gut durchgetrocknet, füllen Sie ihn am besten in einen Stoffbeutel und lagern Sie ihn an einem trockenen Ort. Wenn Sie Ihre Pflanzen damit verwöhnen, sollten Sie darauf achten, vor jeder frischen Düngung die alten Kaffeereste zu entfernen, um eine Verdichtung und in der Folge Schimmelbildung zu vermeiden.

 

Wie oft kann man Kaffee als Dünger einsetzen?

Grundsätzlich richtet sich die Häufigkeit nach dem Nährstoffbedarf der Pflanze sowie nach dem pH-Wert des Bodens. Während der Wachstumsphase der Pflanze sollte bei Wenig- bis Mittelzehrern – also Pflanzen, die dem Boden wenig bis mittelmäßig viele Nährstoffe entziehen – bis zu zweimal gedüngt werden. Starkzehrer könnten gegebenenfalls öfter gedüngt werden. Da der Kaffeesatz die Nährstoffe nur langsam freisetzt, ist eine Überdüngung selten. Sollte die Pflanze dennoch Anzeichen zeigen, muss das Düngen erst mal ausgesetzt werden.

Dazu den Kaffeesatz direkt auf die Erde geben, verteilen und einarbeiten. Bei Topfpflanzen sollten es etwa zwei Teelöffel sein, in ausgewachsenem Stadium reicht zweimal Düngen pro Jahr. Gartenpflanzen brauchen dementsprechend mehr: In einem Filter stecken ca. 30 Gramm Kaffeesatz, der für rund zehn Liter Gartenerde reicht. Auch hier sollte der getrocknete Kaffeerest gut eingearbeitet werden.

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Welche Pflanzen mögen Düngen mit Kaffeesatz?

Sie können Kaffeesatz als Blumendünger nutzen, aber auch viele Nutzpflanzen mögen die Nährstoffe. Da Kaffeesatz einen eher niedrigen pH-Wert hat, ist er vor allem für Pflanzen geeignet, die auf sauren Böden gedeihen. Ein paar Beispiele:

Kaffeesatz als Dünger für Rosen: Rosen sind Starkzehrer und können einmal im Monat mit Kaffeesatz gedüngt werden. Spätestens ab Juni sollte damit aber Schluss sein, weil sonst die Triebreife verzögert wird.

Zitronenbaum düngen mit Kaffeesatz: Der mediterrane Zitronenbaum kann bei uns nur im Sommer ins Freie, weil er sonst erfrieren würde. Daher gedeiht er als Kübelpflanze und hat einen entsprechend großen Nährstoffbedarf. Zwischen April und September kann der Zitronenbaum einmal monatlich mit Kaffeesatz gedüngt werden.

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Kaffeesatz als Dünger für Orchideen: Die beliebten Zierpflanzen sind sehr empfindlich – trotzdem ist Kaffeesatz als Dünger gut geeignet. Probieren Sie aber anfangs mit einem Teelöffel voll aus, ob Ihre Orchidee die Behandlung wirklich mag. Hängende Blätter oder sonstige Veränderungen sind ein Warnzeichen. Passiert nichts, können Sie Kaffeesatz ruhig verwenden.

Für Tomaten als Dünger Kaffeesatz nutzen: Auch die Tomate zählt zu den Starkzehrern und braucht viele Nährstoffe. Kaffeesatz eignet sich ganz wunderbar, um ein gesundes, kräftiges Wachstum zu fördern. Pflanzen mit großen Früchten haben dabei einen höheren Nährstoffbedarf als solche mit kleineren Früchten.

Kaffeesatz als Dünger für Kräuter: Mediterrane Kräuter, wie Salbei, Lavendel oder Rosmarin wachsen am besten auf trockenen, nährstoffarmen Böden und müssen nicht oder nur sehr selten gedüngt werden. Kräuter mit hohem Nährstoffbedarf können Sie mit Kaffeesatz sparsam versorgen – zum Beispiel Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Bärlauch, Estragon oder Minze. Vorsicht bei kalkliebenden Kräutern wie Salbei, Oregano und Borretsch: Sie sollten nicht mit Kaffeesatz gedüngt werden. 

Auch Geranien, Rhododendren, Hortensien, Kamelien, Brombeeren, Heidelbeeren, Zucchini und Gurken lieben Kaffeesatz als Dünger.

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Welche Pflanzen mögen keinen Kaffeesatz?

Gewächse, die auf Säure empfindlich reagieren, sollten nicht mit Kaffeeresten gedüngt werden. Insbesondere Pflanzen, die kalkhaltige bzw. basische Böden mögen, sollten nicht damit behandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel:

• Apfelbäume
• Chrysanthemen
• Forsythien
• Gladiole
• Kohl
• Mangold
• Möhren
• Sellerie
• Zierkirsche

Grundsätzlich gilt jedoch immer: Am besten einmal sparsam ausprobieren, ob Kaffeesatz als Dünger für die jeweilige Pflanze geeignet ist.

Quelle:
Topfdünger Kaffeesatz in: Nabu Bremen

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