Kaffee hält Darmkrebs fern

Eine Frau trinkt Kaffee
Kaffee kann dabei helfen, einen Darmkrebs-Rückfall zu verhindern, zeigt eine neue US-amerikanische Studie © Fotolia

Darmkrebspatienten, die vier oder mehr Tassen Kaffee täglich trinken verbessern ihre Chancen, krebsfrei zu bleiben – das zeigt eine aktuelle US-Studie. Praxisvita hat die Fakten.

Wissenschaftler um Charles Fuchs des Dana Farber Cancer Insitutes in Boston untersuchten in ihrer aktuellen Studie, wie sich Kaffeekonsum auf das Wiederkehren von Darmkrebs-Tumoren nach erfolgreicher Therapie auswirkt. Die Studie wurde im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

An der Untersuchung nahmen rund 1.000 Patienten mit Darmkrebs im Stadium III teil. In dieser fortgeschrittenen Krankheitsphase hat der Tumor bereits in benachbarte Lymphknoten gestreut, andere Organe sind aber noch nicht betroffen. Laut Studienleiter Fuchs liegt das Risiko eines Rückfalls nach der Therapie für diese Patienten bei 35 Prozent.

 

Weniger Darmkrebs-Rückfälle bei Kaffeetrinkern

Alle teilnehmenden Probanden wurden operiert und unterzogen sich einer Chemotherapie. Fuchs’ Team ließ sie außerdem Fragebögen zu ihrer Ernährung ausfüllen – zunächst zu Beginn der Studie, dann noch einmal während der Chemotherapie und rund ein Jahr später.

Bei der Auswertung stellten die Wissenschaftler fest: Bei Patienten, die vier oder mehr Tassen Kaffee täglich tranken (rund 460 Milligramm Koffein) kehrte der Krebs zu 42 Prozent seltener wieder als bei Probanden, die gar keinen Kaffee zu sich nahmen. Unter ihnen gab es außerdem 33 Prozent weniger Todesfälle als bei den Studienteilnehmern, die keinen Kaffee tranken.

 

Je mehr Kaffee, desto besser die Heilungschancen

Bei zwei bis drei Tassen Kaffee täglich fiel der Effekt weniger stark aus, bei einer oder weniger Tassen ließen sich keine positiven Effekte auf den Heilungsprozess feststellen, auch Tee und entkoffeinierter Kaffee hatten keine Schutzwirkung.

In umfangreicheren Studien sollen die Ergebnisse bestätigt werden. Bis dahin rät Fuchs Darmkrebs-Patienten: „Wenn Sie Kaffeetrinker sind und gegen Darmkrebs behandelt werden, stellen Sie den Kaffeekonsum nicht ein. Aber wenn Sie kein Kaffeetrinker sind und überlegen, mit dem Kaffeetrinken anzufangen, sollten Sie das vorher mit Ihrem Arzt besprechen.“

In den vergangenen Jahren ergaben zahlreiche Studien, dass regelmäßiger Kaffeekonsum viele Vorteile für die Gesundheit hat – welche das sind, erfahren Sie hier.

Hamburg, 18. August 2015

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