Kältetherapie lindert Rheumaschmerzen

Redaktion PraxisVITA
Die Kälte-Therapie lindert Rheuma-Beschwerden
Ärzte empfehlen zur Linderung von Rheumabeschwerden immer öfter die Kältetherapie © Fotolia

Rheuma kann bisher nicht geheilt werden, jedoch helfen gegen die Rheumaschmerzen Medikamente und Krankengymnastik. Immer mehr Ärzte setzen jetzt bei Rheumapatienten auch auf die Kältetherapie. Was dahinter steckt.

 

Kältetherapie: Rheuma-Behandlung ohne Nebenwirkungen

Bei Rheumapatientin Petra Ebert (59) schlug zuvor keine Therapie an. Erst als ihr Arzt ihr von der sogenannte Kältetherapie berichtete, schöpfte sie wieder Hoffnung. Grundgedanke der Kältetherapie: „Der Körper wird für kurze Zeit extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt“, erklärt Thomas Ertel, Therapeut im Bremer Rotes-Kreuz-Krankenhaus. „Minus 110 Grad – kälter als jeder natürliche Ort der Erde.“ Die Behandlung regt Prozesse im Körper an, die Rheuma-Schmerzen stoppen und Entzündungen hemmen. Die Kältetherapie ist völlig unbedenklich und hat keine Nebenwirkungen. Ausnahmen: Nach einem Schlaganfall, bei Bluthochdruck oder Gefäß-Entzündungen kann sie gefährliche Folgen haben. Patientin Petra Ebert wiederholte die Anwendung insgesamt 20 Mal und hat heute keine Schmerzen mehr.

Kältetherapie
Eine Kältetherapie kann Beschwerden bei Rheuma lindern© iStock /acoblund
 

Kältetherapie mit Badeanzug und Mundschutz

Nach einer gründlichen Voruntersuchung erhält der Rheumapatient vor der Kältetherapie zunächst einen Mundschutz. Sonst, so erklärt Thomas Ertel, „würde sich die Feuchtigkeit der Atemluft auf die Haut legen und gefrieren“. Mit Badeanzug, Handschuhen, Socken und Schuhen bekleidet, geht es dann zunächst für eine halbe Minute in die erste Vorkammer. Dort kann sich der Körper bei minus zehn Grad an die Kälte gewöhnen. In der darauffolgenden zweiten Kammer herrschen minus 60 Grad – und in der letzten sind es dann eisige minus 110 Grad.

 

Kältetherapie: Jeweils drei Minuten in der Kammer

Drei Minuten lang soll der Rheuma-Kranke in dem Raum langsam herumgehen und die Kälte auf den Körper wirken lassen. Dabei ist er die ganze Zeit über ein Mikrofon mit dem Therapeuten verbunden.

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