Trampolin-Training: So effektiv ist Jumping Fitness

Redaktion PraxisVITA

Jumping-Fitness trainiert über 400 Muskeln und hat einen hohen Kalorienverbrauch. Was Trampolin-Training so effektiv macht und wie es funktioniert.

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Inhalt
  1. Ursprung: Woher kommt die Trendsportart Jumping-Fitness?
  2. Jumping Fitness ist gelenkschonend
  3. Trampolin-Workout: Kombination aus Kräftigung, Ausdauer und Balance
  4. Mit Trampolin-Training effektiv abnehmen
  5. Für wen ist Jumping-Fitness nicht geeignet?
  6. Jumping-Fitness-Kurse: So läuft eine Einheit ab

Hüpfend Kalorien verbrauchen und das auch noch zu mitreißender Musik – Trampolin Training macht Spaß und ist extrem effektiv. Der Abnehmeffekt soll bis zu 70 Prozent größer sein als bei anderen Cardio-Sportarten wie Joggen oder Fahrradfahren. Doch das Trampolin-Workout eignet sich nicht für jeden.

 

Ursprung: Woher kommt die Trendsportart Jumping-Fitness?

Bereits Ende 1980 hatte das NASA Ames Research Center eine in Auftrag gegebene Studie veröffentlicht, welche die positiven gesundheitlichen Effekte von Trampolinspringen auf den menschlichen Körper herausstellte. Im Rahmen der Untersuchung sollten Wissenschaftler herausfinden, wie man die Muskulatur von Astronauten nach ihrem Aufenthalt im All wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen könnte. Beim Vergleich Laufband vs. Trampolin gab es einen klaren Sieger: Das Trampolin Training ist effektiver und effizienter als Joggen auf dem Laufband oder in der Natur.

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Der Trend, auf einem Mini-Trampolin Sport zu treiben, entwickelte sich in Deutschland erst um das Jahr 2014. Seitdem haben in zahlreichen Städten Jumping-Fitnessstudios eröffnet und immer mehr Menschen entdecken das Trampolin-Workout für sich. Die Fitnessübungen werden auch als Rebounding bezeichnet.

 

Die kleinen runden Trampoline sind gerade groß genug, dass eine Person darauf Platz findet, sie besitzen meist einen Durchmesser zwischen 90 und 130  Zentimeter. An der Vorderseite befindet sich eine Stange, an der man sich beim Aufsteigen und für gewisse Übungen festhalten kann, um noch mehr Kraft zum Springen zu haben.

Das Workout auf dem Trampolin birgt gleich drei Vorzüge:

 

Jumping Fitness ist gelenkschonend

Anders als bei Sportarten wie Joggen oder Tennisspielen – für die kleine, ruckhafte Bewegungen typisch sind – federt das Trampolin Bewegungen vor allem bei Absprung und Landung ab. Daher gilt Jumping-Fitness als besonders gelenkschonend. Es ist somit eine geeignete Sportart bei Gelenkproblemen und Arthrose. Das Training hilft auch dabei, Krampfadern vorzubeugen.

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Trampolin-Workout: Kombination aus Kräftigung, Ausdauer und Balance

Das schnelle Auf und Ab sowie Vor und Zurück beansprucht um die 400 Muskeln. Die Kombination aus rasanten Sprüngen und langsamen, kraftvollen Bewegungen macht das Workout zu einem idealen Kraftausdauertraining für den ganzen Körper. Weil das Training auch die Tiefenmuskulatur aktiviert und kräftigt, zeigen sich bereits nach kurzer Zeit Erfolge, wie zum Beispiel straffere Oberschenkel.

Durch die ständige Spannung des Rumpfes, die für die Sprünge nötig ist, festigen sich auch der Bauch und der untere Rücken merklich. Bei regelmäßigem Training verbessert sich nicht nur die Fitness und Beweglichkeit, sondern auch die Koordination und Balance.

 

Mit Trampolin-Training effektiv abnehmen

Eine 2016 im “International Journal of Sports Science” veröffentlichten Studie ging der Frage nach, wie effektiv Trampolin Springen für die Gewichtsabnahme ist. Dabei stellte sich heraus, dass sich durch das Trampolin-Workout der Körperfettanteil um 10 Prozent schneller reduziert im Vergleich zu Joggen. Zudem wurde in der Studie ermittelt, dass der Kalorienverbrauch bei Jumping Fitness pro Stunde bei rund 750 Kilokalorien liegt. Durch eine Stunde Joggen verbrennt man hingegen im Schnitt um die 500 Kalorien.

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Das macht Jumping-Fitness nicht nur zu einer gesunden, sondern auch effektiven Möglichkeit, um abzunehmen. Der Grund dafür liege laut den Forschern darin, dass der menschliche Körper außerordentlich gut auf körperliche Aktivität wie Sprünge, Laufen und Dehnen auf dem Trampolin reagiere. Verschiedene Bewegungsabläufe in unterschiedlichen Positionen, die in wechselnden Geschwindigkeiten ausgeführt werden, führen zu einem größeren Energieaufwand als bei anderen Sportarten, wo gleichbleibende Bewegungen in gleichem Tempo vollführt werden.

 

Für wen ist Jumping-Fitness nicht geeignet?

Bei Menschen mit Beckenbodenproblemen und Blasenschwäche können die Sprungbewegungen die Beschwerden verstärken. Vor allem nach einer Geburt mit Dammschnitt oder Dammriss ist Jumping-Fitness nicht empfehlenswert, da die nicht mehr vollkommen intakte Beckenbodenmuskulatur durch das Springen zu sehr belastet wird. Dann sind Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Pilates besser geeignet.

 

Jumping-Fitness-Kurse: So läuft eine Einheit ab

Nach einer kurzen Aufwärmphase, die alle Bereiche des Körpers abdeckt, geht es über zu dynamischen Rhythmen. Langsamere Bewegungen wechseln sich dabei mit schnellen Sprüngen ab. Hinzu kommen Moves aus der Aerobic und Elemente aus dem Kraftsport. Zusammen ergibt sich innerhalb einer Stunde eine abwechslungsreiche Jumping-Fitness-Trainingseinheit, nach der man nicht nur durchgeschwitzt ist, sondern auch sehr glücklich. Denn wie bei jeder Art von sportlicher Betätigung werden auch hier Glückshormone ausgeschüttet, mit dem Unterschied, dass das Trampolin Training effektiver ist.

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Quellen:

“Does Mini-Trampoline Training More Effective than Running on Body Weight, Body Fat, VO2 max and Vertical Jump in Young Men?”, in: Scientific & Academic Publishing

“Sport bei Blasenschwäche – Interview mit Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel”, in: netzathleten.de

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