Joghurt-Diät: Abnehmen mit Joghurt

Verena Elson Medizinredakteurin

Wenig Kalorien, viel Eiweiß: Die Joghurt-Diät bringt Fettpölsterchen zum Schmelzen. Wie funktioniert sie?

Eine Frau sitzt an einem Tisch und isst Joghurt
Joghurt ist lecker, macht schnell satt und hat dabei unschlagbar wenige Kalorien Foto:  iStock/Hirurg
Inhalt
  1. Wie funktioniert die Joghurt-Diät?
  2. Warum nimmt man mit der Joghurt-Diät ab?
  3. Vorteile der Joghurt-Diät
  4. Nachteile der Joghurt-Diät
  5. Joghurt-Diät: Rezepte
 

Wie funktioniert die Joghurt-Diät?

Bei der Joghurt-Diät werden zwei von drei Mahlzeiten pro Tag durch 300 g Naturjoghurt plus Obst oder Gemüse ersetzt. Abends oder mittags gibt es ein Diät-Gericht, das mit einer guten Portion Joghurt zubereitet ist. Ein Stück Obst oder Gemüse als Snack ist natürlich erlaubt.

Besonders Beeren und Weintrauben sind ideal, um die Mahlzeiten während der Joghurt-Diät zu versüßen. Trauben holen überflüssige Wasseransammlungen aus dem Gewebe und entlasten Herz und Kreislauf. Blaue Beeren spenden viel Vitamin C. Wer es lieber würzig mag, schneidet zum Beispiel Schlangengurke, Möhren, Paprika oder andere Salat- und Gemüsesorten klein und gibt sie zum Joghurt. Frische Kräuter und feurige Gewürze bringen zusätzlich Abwechslung.

Tipp: Greifen Sie grundsätzlich lieber auf Naturjoghurt zurück und verzichten Sie auf gesüßte Varianten. Vorsicht auch bei Light-Produkten: Bestimmte Süßungsmittel können Heißhunger auslösen.

 

Warum nimmt man mit der Joghurt-Diät ab?

Der hohe Eiweißgehalt im Joghurt sorgt dafür, dass die Fettverbrennung angeregt wird. Denn: Um das Eiweiß aus dem Joghurt umzuwandeln, benötigt der Körper enorm viel Energie – deutlich mehr als für den „Umbau“ von Kohlenhydraten und Fett.

Tipp: Da Joghurt keine Ballaststoffe liefert, sättigt er zwar sehr schnell, aber nicht sehr lange. Darum sollten Sie Früchte, Gemüse und Weizenkleie in den Joghurt einrühren.

Eine Frau schaut in ihren Kühlschrank und überlegt
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Vorteile der Joghurt-Diät

Joghurt ist gesund – das liegt vor allem an seinem hohen Kalziumanteil und den im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien. Kalzium ist wichtig für den Knochenstoffwechsel – Milchsäurebakterien unterstützen den Darm bei der Verarbeitung der Nahrung sowie das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern.

 

Nachteile der Joghurt-Diät

Die Joghurt-Diät sollte nicht länger als eine Woche durchgeführt werden. Da es sich um eine sehr einseitige Ernährungsweise handelt, eignet sie sich nicht für eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Wie nach jeder Radikaldiät besteht auch nach der Joghurt-Diät die Gefahr des Jo-Jo-Effekts – Sie sollten darum danach ebenfalls auf eine kalorienarme Ernährungsweise achten.

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Joghurt-Diät: Rezepte

Ofenkartoffeln mit Feta-Joghurt und Linsensprossen:

  1. 3 Kartoffeln in kochendem Salzwasser 15 Minuten garen. Kartoffeln gründlich abgießen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Kartoffeln im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C) ca. 20 Minuten backen.
  2. 50 g Radieschen in Stifte schneiden. 25 g Linsensprossen gründlich abspülen und gut abtropfen lassen. ¼ Bund Petersilie in Streifen schneiden. 25 g Feta-Käse zerbröseln.
  3. 125 g Magermilchjoghurt und Käse verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. 
  4. 10 g Sonnenblumenkerne, Sprossen, Radieschen und Petersilie mischen. Die Hälfte der Mischung unter den Joghurt mengen. Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, aufbrechen.
  5. Kartoffeln mit einem Klecks Joghurt mit 3 Scheiben (à 7 - 8 g) Schwarzwälder Schinken, 1 Handvoll Sprossen und Petersilie garniert anrichten. Restlichen Joghurt in einem Schälchen dazu reichen.

Zubereitungszeit ca. 45 Minuten. Pro Portion ca. 400 kcal.

Spinatsalat mit Garnelen und Limetten-Joghurt-Soße:

  1. 50 g Babyspinat verlesen. 50 g Champignons in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. ¼ reife Avocado in Scheiben schneiden und mit 1 TL Limettensaft beträufeln.
  2. ½ Scheibe (ca. 40 g) Roggenmischbrot in Würfel schneiden. 65 g rohe Garnelen ohne Kopf und Schale waschen und trocken tupfen.
  3. 1 TL Butter in einer Pfanne schmelzen, Brot darin unter Wenden rösten, herausnehmen. In der heißen Pfanne 1 TL Öl erhitzen. Garnelen darin unter Wenden etwa 3 - 4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen, beiseitestellen.
  4. Für die Soße 65 g Vollmilchjoghurt mit 1 TL Öl, abgeriebener Schale von ¼ Limette und 1 EL Limettensaft verrühren. Je nach Dicke der Soße 15 - 25 ml Milch unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker würzen. Salatzutaten auf Teller verteilen, mit der Soße beträufeln. Mit Kerbel garnieren.

Zubereitungszeit ca. 30 Minuten. Pro Portion ca. 380 kcal.

Gefüllte Mangold-Röllchen:

  1. 40 g Langkornreis garen. 15 g Mandeln ohne Haut fettfrei rösten.
  2. 3 große Mangoldblätter in kochendem Salzwasser 1-2 Minuten blanchieren. 
  3. 25 g Mangold samt Stielen in Streifen, 1 Schalotte in Streifen schneiden. 100 g Flaschentomaten vierteln. Mandeln hacken.
  4. Reis, 1 EL Brühe, 20 g fettreduzierter Kräuterfrischkäse, 20 g griechischen Joghurt und Mandeln mischen. Mangoldblätter mit je 1 EL Reismischung füllen, zu Röllchen aufrollen, mit Holzspießchen feststecken. 
  5. Schalotte in 1 TL Öl dünsten. Tomaten, 25 ml Brühe ca. 5 Minuten garen. 
  6. Röllchen in 1 TL Öl von allen Seiten braten. Übrigen Mangold dazugeben, 25 ml Brühe angießen, mit Muskatnuss, Salz, Pfeffer würzen. Ca. 5 Minuten garen. 
  7. Röllchen und Tomaten anrichten. Übrige Reismischung dazu reichen.

Zubereitungszeit ca. 40 Minuten. Pro Portion ca. 400 kcal.

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