Jodhaltige Lebensmittel: Worin besonders viel Jod steckt

Redaktion PraxisVITA

Jod ist essenziell für eine gesunde Funktion der Schilddrüse. Deutschland ist jedoch nach wie vor ein Jodmangelgebiet, was auch an den Anbauböden liegt. Jod muss deshalb verstärkt über die Nahrung aufgenommen werden. Welche Lebensmittel sind besonders jodhaltig?

Etwa ein Drittel aller Menschen weltweit ist laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO von Jodmangel betroffen. In Europa liegt dieser Anteil sogar noch höher: Etwa die Hälfte aller Europäer ist betroffen. Deutschland gilt durch seine sehr jodarmen Böden sogar als sogenanntes Jodmangelgebiet. Das macht jodhaltige Lebensmittel zwingend notwendig.

Ein Jodmangel kann für die Betroffenen mit der Zeit zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem werden, da die menschliche Schilddrüse auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen ist. Ohne eine jodreiche Ernährung kann es demzufolge zu diversen Gesundheitsproblemen kommen.

 

Welche Funktionen erfüllen jodhaltige Lebensmittel?

Durch jodhaltige Lebensmittel wird dem Körper – und speziell der Schilddrüse – das Spurenelement Jod zugeführt. Dieses ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Schilddrüsenhormone, über die die Bildung von Proteinen und damit das Gewebewachstum und die Zellteilung gesteuert werden.

Schilddrüse
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Auch die Entwicklung von Knochen und Gehirn, der Stoffwechsel sowie der sogenannte "Grundumsatz", also der Energieverbrauch für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen, werden von den Schilddrüsenhormonen gesteuert und sind somit auf eine ausreichende Jodzufuhr angewiesen.

 

Wie wirkt sich ein Mangel jodhaltiger Lebensmittel aus?

Ein erwachsener Mensch braucht täglich etwa 200 µg Jod. Das entspricht etwa der Menge Jod in 200 Gramm Alaska Seelachs oder 10 Gramm jodiertem Speisesalz. Wird dem Körper über längere Zeit (3-6 Monate) zu wenig Jod zugeführt, kommt es zum Jodmangel. Dieser drückt sich durch eine verringerte Blutkonzentration der Schilddrüsenhormone aus.

Dauerhafte Schädigungen der Schilddrüsenfunktion können die Folge sein, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion. Diese führt zu stark reduzierter, körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit und erhöht die Infektanfälligkeit.

Doch auch der gegenteilige Effekt ist möglich: Beginnen bestimmte Bereiche der Schilddrüse durch den Jodmangel autonom zu arbeiten, kann es zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen, die den Stoffwechsel lebensgefährlich beeinflussen kann. Darüber hinaus erhöhen diese sogenannten "heißen Knoten" das Risiko für Schilddrüsenkrebs.

Um diese Folgen eines langfristigen Jodmangels zu vermeiden, muss die alltägliche Ernährung genug jodhaltige Lebensmittel enthalten. Die Bildergalerie zeigt, worin besonders viel Jod enthalten ist.

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