Behandlung und Prognose von Gedächtnisstörungen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
  7. 7. Das sagt der Experte

So verschieden die Ursachen von Gedächtnisstörungen sein können, so unterschiedlich ist ihre Behandlung. Nicht krankhafte Formen von Gedächtnisstörungen, etwa eine leichte Vergesslichkeit, benötigen in der Regel keine Therapie.

 

Mit speziellen Merkstrategien gegen Gedächtnisstörungen

Von gezieltem „Gehirnjogging“ oder Gedächtnistraining mit speziellen Merkstrategien können Betroffene oft profitieren.

 

Gedächtnislücken füllen mit Psychotherapie

Liegt tatsächlich eine krankhafte Gedächtnisstörung vor, können Ärzte oder Psychotherapeuten eine entsprechende Therapieempfehlung geben. In einigen Fällen können die Betroffenen sich wieder vollständig erholen, wenn die Ursachen der Gedächtnisstörung erfolgreich behandelt wurden – zum Beispiel, wenn es sich um die Folge- oder Begleiterscheinung einer Depression handelt, die schließlich wieder abklingt.

Auch eine Amnesie infolge eines Traumas hat in der Regel eine gute Prognose; die Erinnerungen kehren nach und nach wieder. In solchen Fällen kann eine Psychotherapie dabei helfen, die Gedächtnislücken zu füllen und mit unangenehmen Erinnerungen umzugehen.

Senioren puzzeln gemeinsam
Gedächtnistraining hilft bei einer Demenz, das Fortschreiten der Gedächtnisstörungen zu verzögern© Fotolia
 

Behandlung der Gedächtnisstörungen bei Demenz

Die Demenz ist eine progrediente Erkrankung; das heißt, unbehandelt schreitet sie mit der Zeit immer weiter fort und schränkt die Betroffenen zunehmend ein. Mit einer frühen Therapie (z. B. Gedächtnistraining und Ergotherapie) lässt sich der Krankheitsverlauf oft positiv beeinflussen, aber meistens nicht gänzlich aufhalten.

Diverse Langzeit-Studien belegen außerdem die hohe Wirksamkeit spezieller Ginkgo-Extrakte.* Durchblutungsfördernde Naturmedikamente, die den Ginkgo-Speziakextrakt EGb 761 enthalten, wie beispielsweise Tebonin, Craton und Rökan, können helfen, die Verschlechterung der Symptomatik hin zu einer Demenz zu verlangsamen. Sie verbessern die Durchblutung des Gehirns und fördern eine stärkere Vernetzung der Nervenzellen.

Ginkgo-Blätter in der Sonne
Diverse Langzeit-Studien belegen die hohe Wirksamkeit spezieller Ginkgo-Extrakte bei der Behandlung von Gedächtnisstörungen© istock
 

Therapieformen bei Gedächtsnisstörungen

Je nach Ursache und individueller Ausprägung der Gedächtnisstörungen kommen zusätzlich verschiedene Therapieformen infrage – etwa eine Verhaltenstherapie, eine Musiktherapie oder eine Reminiszenztherapie, bei der Erinnerungen bewusst durchlebt und aufgearbeitet werden. In manchen Fällen helfen auch Medikamente wie Antidementiva oder Antidepressiva dabei, die Symptome zu lindern.

*Amieva H, Meillon C, Helmer C, Barberger-Gateau P, Dartigues JF. 2013. Ginkgo biloba extract and long-term cognitive decline. A 20-year follow-up population-based study. PLOS One 8(1): e52755; doi: 10.1371/journal.pone.0052755.

Wang BS, Wang H, Song YY, Qi H, Rong ZX, Wang BS, Zhang L, Chen HZ: Eff ectiveness of Standardized Ginkgo biloba Extract on Cognitive Symptoms of Dementia with a Six-Month Treatment: A Bivariate Random Effect Meta-Analysis. Pharmacopsychiatry 2010; 43(3): 86-91.

Kasper S, Schubert H. Ginkgo-Spezialextrakt EGb 761® in der Behandlung der Demenz: Evidenz für Wirksamkeit und Verträglichkeit. [Ginkgo biloba extract EGb 761® in the treatment of dementia: evidence of efficacy and tolerability.] Fortschritte Neurologie Psychiatrie 2009;77:494-506.

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