Jimmy Carter ist krebsfrei

Jimmy Carter
Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ist nach eigenen Angaben krebsfrei © Imago

Im August war bekannt geworden, dass der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter an Leberkrebs erkrankt war, der bereits gestreut hatte. Jetzt ist sein Körper nach eigenen Angaben frei von Krebs. Kann man so früh schon von einer Heilung sprechen?

Bei einer Operation an der Leber war Anfang August festgestellt worden, dass der ehemalige Präsident der USA, Jimmy Carter, an Leberkrebs erkrankt war. Anschließend stellte sich heraus, dass sich bereits mehrere Metastasen im Gehirn gebildet hatten. Der Tumor in der Leber wurde entfernt und zusätzlich unterzog sich der Ex-Präsident einer Chemotherapie.

Jetzt wandte sich der ehemalige US-Präsident an die Öffentlichkeit mit der Nachricht, sein Körper zeige keinerlei Anzeichen mehr von Krebs. Doch kann man nach dieser kurzen Zeit schon von einer Heilung sprechen?

 

Ab wann gelten Patienten als geheilt?

Auch nachdem sich im Körper kein Krebs mehr nachweisen lässt, besteht noch das Risiko, dass der Leberkrebs wiederkehrt. Mediziner stufen Krebspatienten meist erst dann als geheilt ein, wenn sie fünf Jahre lang ohne Rückfall gelebt haben.

In den ersten zwei Jahren nach der Behandlung finden bei Leberkrebs-Patienten in regelmäßigen Abständen (alle drei bis sechs Monate) Nachuntersuchungen statt, bei denen die Leber mittels Magnetresonanztomografie) auf neue Tumoren untersucht wird. Danach werden weiter alle sechs Monate Ultraschall- und Blutuntersuchungen durchgeführt, um ein Wiederkehren des Tumoren frühzeitig zu entdecken.

 

Können Ärzte überhaupt die Diagnose "krebsfrei" stellen?

Krebsspezialisten wissen: Die Diagnose "krebsfrei" gibt es nicht, da sich nicht alle Krebszellen gleichzeitig untersuchen lassen. Darüber hinaus gibt es sogenannte Schläferzellen, die nur sehr schwer zu identifizieren sind.

Hamburg, 8. Dezember 2015

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