Jetzt registrieren: DKMS-Sonderzug in 6 Städten

Verena Elson Medizinredakteurin
Am 28. Mai ist World Blood Cancer Day – die DKMS ruft zur Registrierung als Stammzellenspender auf
Am 28. Mai ist World Blood Cancer Day – die DKMS ruft zur Registrierung als Stammzellenspender auf © Valéry Kloubert/DKMS

„Jetzt bist du am Zug – setz ein Zeichen gegen Blutkrebs“ – mit diesem Appell wendet sich die DKMS anlässlich des World Blood Cancer Days 2018 an die Öffentlichkeit. Der „Sonderzug“ der DKMS fährt eine Woche lang durch Deutschland, um möglichst viele potenzielle Spender neu in die Stammzellenspenderdatei aufzunehmen.

In sechs deutschen Städten macht der DKMS-Sonderzug Halt: München (23. Mai), Stuttgart (24. Mai), Köln (25. Mai), Leipzig (26. Mai), Hamburg (27. Mai) und Berlin (28. Mai). An jeder Station findet eine Registrierungsaktion statt. 

Das Ziel der DKMS: Die Vielfalt unter den Registrierten zu steigern, um so weltweit Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu schenken – zum Beispiel dem 14-jährigen Max aus Erfurt. Der Schüler hat einen großen Traum: die Welt mit einem Wohnmobil bereisen. Doch daran ist aktuell nicht zu denken, denn Max ist an einer akuten Form von Blutkrebs erkrankt und eine Stammzellenspende ist seine einzige Überlebenschance.

Zahlreiche Prominente unterstützen die Aktion – unter anderem der Grünen-Politiker Cem Özdemir, die Schauspieler Florian Wünsche, Astrid Fünderich (beide SOKO Stuttgart), Simon Licht, Manou Lubowski, Clelia Sarto, Thaddäus Meilinger und Michael Trischan, die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Höhner-Frontmann Henning Krautmacher, der zweifache olympische Goldmedaillengewinner im Turnen Marcel Nguyen und Saxophonistin Stephanie Lottermoser haben sich zu den Terminen angekündigt.

 

Registrierung per Wangenabstrich

Der World Blood Cancer Day (WBCD) am 28. Mai ist ein weltweiter Awareness-Tag gegen Blutkrebs, den die DKMS 2014 ins Leben gerufen hat. Ziel dabei ist es jedes Jahr, die Zahl der Spender in der Datei zu erhöhen – dabei zählt jeder Einzelne, der sich registrieren lässt.

Für die Registrierung reicht ein Wangenabstrich – die dabei entnommene Speichelprobe wird im Labor ausgewertet. Die dabei gewonnen Informationen werden in einer Datenbank gespeichert – und damit ist der neue potenzielle Spender registriert.

 

So einfach ist Leben retten

Wurde der „genetische Zwilling“ eines Patienten gefunden, ist dieser möglicherweise seine einzige Chance auf Überleben. Für die Spende von Stammzellen beziehungsweise Knochenmark reicht in 80 Prozent der Fälle eine Blutentnahme aus (periphere Stammzellenspende). Bei den restlichen 20 Prozent wird unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm des Spenders entnommen (Knochenmarkspende). Nach zwei bis drei Tagen darf der Spender das Krankenhaus verlassen – alle Kosten inklusive Dienstausfall werden für ihn übernommen.

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