Jedi rettet kleinen Jungen

Luke Nuttal ist sieben Jahre alt und leidet an Typ-1-Diabetes. Zusammen mit seinem Labrador Jedi kämpft er gegen die Krankheit.

Vor fünf Jahren wurde bei Luke Nuttal Typ-1-Diabetes festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse aufhört, selbstständig Insulin zu produzieren. Das Hormon ist notwendig, damit Zucker aus der Nahrung in die Zellen aufgenommen werden kann. Die Folge: Ohne Medikamente steigt oder fällt die Glukose-Konzentration in Lukes Blut auf ein gefährliches Level. Besonders kritisch wird es, wenn der Junge schläft. Unerkannt kann das seinen Tod bedeuten.

 

Wie Diabetikerwarnhunde Leben retten

Seit 2003 werden Diabetikerwarnhunde in den USA, seit 2007 auch in Deutschland ausgebildet. Diabetikerwarnhunde sind Assistenzhunde, deren Ausbildung zwischen 18 und 24 Monate dauert und darauf abzielt, dass der Hund eine drohende Unter- und Überzuckerung des Patienten anzeigt. Dabei riecht er kleinste chemische Veränderungen im Blut des Patienten. Die Hunde schlagen Alarm, wenn der Blutzucker beispielsweise innerhalb weniger Minuten drastisch absinkt.

Auf diese Weise hat der Labrador Jedi auch das Leben von Luke gerettet, indem er sich auf das Bett von Lukes Mutter Dorrie Nuttal setzte. Diese untersuchte daraufhin Lukes Blutzuckerwerte. Das Messgerät zeigte eine Blutzuckerkonzentration von 57 mg/dl – sehr niedrig, aber noch nicht gefährlich. Lukes Blutzucker schien innerhalb kurzer Zeit rasant zu fallen. Eine Insulin-Injektion stabilisierte die Werte. Auch für Jedi lohnte sich der Einsatz: Er wurde mit Streicheleinheiten und Leckerlies belohnt.

 

Diabetes – Aufklärung via Facebook

Auf Facebook hat Lukes Mutter deshalb eine Seite eingerichtet, um über die Krankheit Typ-1-Diabetes und den Einsatz von Diabetikerwarnhunden sowie die außergewöhnliche Beziehung zwischen Luke und Jedi zu berichten. „Die Seite soll die Menschen über die unsichtbare Krankheit und ihre Anzeichen aufklären. Vor allem Eltern sollen die Symptome erkennen und ernstnehmen.“

Luke hat sich an seine Krankheit gewöhnt. Er ist ein aktives Kind, das es liebt, Fußball zu spielen. Und mit Jedi an seiner Seite wirkt auch sein Leben fast wie das eines gesunden Kindes. „Luke und Jedi sind ein gutes Gespann. Ich bin froh, dass Jedi in unserem Leben ist. Ich möchte, dass Luke eine schöne Kindheit hat und sich später nicht an das tägliche Blutzuckermessen erinnert, sondern nur an die vielen Hunde-Parties.“

Hamburg, 11. März 2016

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