Jaderoller: Der Beauty-Trend aus dem alten China

Redaktion PraxisVITA

Ist der Jaderoller ein echtes Beautygeheimnis? Die Edelstein-Methode verspricht weniger Falten und einen tollen Teint. Was steckt dahinter?

Jaderoller neben einer Kerze
Mithilfe eines Jaderollers sollen geschwollene Augen und Augenringe gemindert werden Foto:  iStock/kjc500
Inhalt
  1. Das verspricht der Jaderoller
  2. So nutzen Sie den Jaderoller
  3. Gesundheitliche Effekte – oder Esoterik?

Sie sehen aus wie Malerpinsel – nur, dass statt der Farbrolle ein Edelstein auf der Spitze prangt. Dabei haben Jaderoller mit Renovierungen überhaupt nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um einen Beauty-Trend, der sich höchster Beliebtheit erfreut und so einiges verspricht. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Einsatz von Edelsteinen keine Neuheit. Wie das Magazin The Strategist berichtet, nutzten chinesische Adelige schon im 17. Jahrhundert Jaderoller. Nun ist die Eigenbehandlung mit dem Jadestein am Griff auch in unseren Breitengraden angekommen und die Begeisterung ist groß.

 

Das verspricht der Jaderoller

Geschwollene Augen und Augenringe sollen gemindert werden, man soll einen besseren Teint davon bekommen – und sogar gegen Falten soll der Jaderoller helfen. Wie soll das funktionieren? Der Jaderoller besteht aus zwei Steinen. An der einen Seite ein größerer, mit dem Sie Ihre Wangen “bearbeiten”, auch den Kiefer und die Stirn. Der kleinere Stein hingegen ist für die Behandlung der Gegend unter den Augen sowie für die Mundpartie. Die Massage mit dem Edelstein soll die Durchblutung im Gesicht anregen – und das wiederum soll sich positiv auf das Hautbild auswirken – und die Augen munterer und weniger geschwollen aussehen lassen. Die Haut wirke rosiger, gesünder. Durch die Massage werde auch der Lymphfluss angeregt, somit sollen Giftstoffe schneller abtransportiert werden. Aber damit nicht genug: Die Behandlung mit dem Jaderoller soll auch für ein gesenktes Stresshormon-Level sorgen. Die Haut bekomme mehr Sauerstoff und sehe verjüngt aus. Und auch bei Kopfschmerzen soll es positive Effekte geben. Ein Jaderoller helfe außerdem dabei, Cremes und Öle besser in die Haut einzuarbeiten.

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So nutzen Sie den Jaderoller

Den Jaderoller sollte man im Kühlschrank lagern – denn nur, wenn der Stein kalt ist, soll er die positiven Effekte erzielen, die er verspricht. Bevor man sein Gesicht mit dem Jaderoller behandelt, sollte man es gründlich reinigen – und mit einem nassen Waschlappen für offene Poren sorgen. Anschließend cremen Sie Ihr Gesicht mit einem Öl oder einer Lotion ein und massieren dieses mit dem Jaderoller sanft ein. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu fest drücken – dies wäre für die Haut kontraproduktiv!

Es ist wichtig, dass Sie den Jaderoller nach jeder Behandlung reinigen – schließlich wollen Sie sich auf keinen Fall alte Hautreste oder Schmutz einmassieren. Rollen Sie von unten nach oben und von der Mitte nach außen!

 

Gesundheitliche Effekte – oder Esoterik?

Forscht man im Internet zum Thema Jaderoller, merkt man schnell, dass die Meinungen hier auseinandergehen. Dass eine Gesichtsmassage durchaus positive Effekte auf die Gesundheit hat, ist unbestritten. So bestätigt die US-amerikanische Medizinerin Dr. Jennifer Chwalek gegenüber “Huffpost”, dass Massagen durchaus den Lymphfluss anregen können. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird aber viel den Steinen selbst zugeschrieben. So gibt es vielerorts die Kritik, dass viele auch Rosenquarzroller als Jaderoller bezeichnen – obwohl beide konträre Effekte haben sollen. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass an dieser Stelle schulmedizinische Belegbarkeit einem gewissen esoterischen Glauben weicht. Denn auch, wenn der Jadestein in der alten chinesischen Lehre mit Glück und Reichtum verbunden wird und der Rosenquarz anderen positiven Eigenschaften zugeordnet wird, am Ende ist die Wirkung wohl eher eine Frage der Einstellung und des Glaubens.

Fazit:

Die Massage mit einem Jaderoller tut ihrer Haut definitiv gut und hat mit Sicherheit einige geringe gesundheitliche Vorteile. Probieren Sie es einfach aus – und sehen Sie selbst, ob für Sie am neuesten Beauty-Hype, der eigentlich bereits eine uralte Methode ist, etwas dran ist.

Quellen:

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