Ist Masturbieren gesund? Diese 5 Gründe sprechen dafür!

Susanne Petersen Medizinredakteurin

Sex mit sich selbst - ideal für Selbstliebe und Gesundheit? Tatsächlich ist da was dran. Solo-Sex ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. Warum ist Masturbieren eigentlich gesund? Diese 5 Gründe beweisen es!

Immer mehr Menschen gönnen sich regelmäßig Sex mit sich selbst. Laut einer aktuellen Studie einer Erotik-Community legen mehr als 30% der Männer täglich Hand an. Auch die Frauen holen bei der Selbstbefriedigung auf: Immerhin mehr als 14 % der befragten Frauen machen es sich täglich selbst. Spielt nur die Lust eine Rolle, oder ist Masturbation sogar gesund? Diese Vorteile hat der Sex mit sich selbst.

 

Warum ist Masturbation gesund? 

Selbstbefriedigung aktiviert richtig viele Botenstoffe, die im Körper ein Feuerwerk an guten Gefühlen und Prozessen auslösen. Das sorgt für Entspannung, Stressabbau und für weitere Vorteile. 

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Diese 5 Gründe sprechen dafür, dass Masturbation gesund ist:

1. Masturbieren macht glücklich und senkt Stress

Solo-Sex ist meist Garant für lustvolle Höhepunkte, denn wir wissen genau, was uns am schnellsten zum Orgasmus führt. Mit jedem Orgasmus schüttet der Organismus eine Extraportion der Botenstoffe Dopamin, Endorphin und Oxytocin aus. Diese bringen Glücksgefühle und Entspannung. Das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin sorgt dafür, dass die zwischenmenschliche Bindung gefestigt wird. Beim Sex mit einem Partner fördert es die Bindung, beim Solo-Sex ist es gut für die Selbstliebe.

Außerdem senkt es den Spiegel des Stresshormons Kortisol. Endorphine sind wahre Glücksbringer, sie sorgen für Euphorie und vertreiben schlechte Stimmung. Und Dopamin aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn. Statt Schokolade oder einem Glas Wein ist die Selbstbefriedigung die gesündere Alternative. Selbstbefriedigung ist wie ein kleiner Erholungsurlaub im alltäglichen Stress.

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2. Masturbation ist wie Sport und schützt das Herz

Legen wir selbst Hand an uns an, dann fördern wir unser Herz-Kreislaufsystem auf entspannte Art. Gerade um morgens in die Gänge zu kommen, ist Onanieren ideal. Im Liegen fahren wir so unseren Kreislauf sanft hoch. Die sexuelle Erregung steigert den Herzschlag, die Anzahl der Schläge pro Minute erreichen beim Orgasmus ihren Höhepunkt.

Masturbation wirkt wie ein entspanntes Cardio-Training. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wird außerdem gesenkt. Beim Liebespiel, ob allein oder zu zweit, wird Stickstoffmonoxid ausgeschüttet, das die Gefäße schützt. Das Stresshormon Kortisol wird heruntergefahren, was sich positiv auf den Herzrhythmus auswirkt. 

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3. Onanieren reduziert Schmerzen und entkrampft

Ob Migräne, Regelschmerzen oder Rücken- und Bauchschmerzen: ein Orgasmus entspannt den Körper und wirkt krampflösend. Die ausgeschütteten Glückshormone wirken wie ein natürliches Mittel gegen den Schmerz. Vor allem die Endorphine sollen ähnlich wie Opioide wirken. Laut einer Studie liegt die Schmerzgrenze bei Frauen nach einem Orgasmus um 75% höher.  

Sogar bei den Schmerzen einer Geburt soll Selbstbefriedigung helfen. Die Australierin und Bloggerin Angela Gallo ging bei der ersten Geburt durch die Hölle, bei der Geburt ihres zweiten Kindes befriedigte sie sich selbst. Das Kind kam nicht nur schneller, sondern schmerzfreier zur Welt.

Auch für Männer ist Onanie gesundheitlich förderlich. Das Risiko für Prostatakrebs soll durch die regelmäßige Ejakulation deutlich reduziert werden.

4. Masturbieren hält jung und schön

Dass Sex den Körper jung hält, wird oft behauptet. Tatsächlich spricht Vieles dafür. Befriedigt sich ein Mann selbst, schüttet er Testosteron aus. Beim Masturbieren der Frau wird die Östrogenproduktion angekurbelt. Beide Hormone sorgen dafür, dass wir jünger und fitter wirken.

Sex, ob allein oder mit anderen bringt auch die Produktion des Hormons DHEA in Wallung. Es wirkt wie ein Antialterungselixier. Nach einem Orgasmus soll der DHEA-Wert im Blut bis zu fünf Mal höher sein. Menschen, die besonders jung aussehen, ernähren sich nicht nur gut, sie masturbieren eventuell auch häufiger. 

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5. Masturbieren ist gut für das Immunsystem

Wer sich selbst Orgasmen verschafft ist entspannter, das Stresslevel sinkt und der Schlaf wird besser. Stress und wenig Schlaf sind bekanntermaßen Treiber für Infektanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem. Die Untersuchung einer Universität in Pennsylvania ergab, dass Menschen, die ein- bis zweimal pro Woche Sex haben, eine deutlich höhere Anzahl an Immunglobulinen im Blut hatten als andere. Regelmäßige Masturbation kann zur Vorbeugung von Erkältungen, Grippe und anderen Infekten eingesetzt werden. 

 

Ist es schlimm, wenn man sich jeden Tag selbst befriedigt?

Im Gegenteil: eine bessere Entspannung kann es nicht geben. Wer die Zeit hat, sich einmal am Tag mit sich selbst zu beschäftigen, fördert den Cocktail der Wohlfühl- und Gesundheitshormone zutage. Herz- und Kreislauf werden geschützt, der Schlaf ist besser, die Laune steigt und sogar Schmerzen lassen sich reduzieren. Nur obsessiv sollte es nicht werden.

Wie bei allen schönen Dingen des Lebens gilt, dass das Maß entscheidend ist. Solange der Alltag und der Partner bei aller Selbstliebe nicht vergessen wird, kann Solo-Sex nicht schaden. Ist Masturbation also gesund? Unbedingt, denn es hilft gegen viele Alltagsbeschwerden, senkt den Stress und macht glücklich.

Quelle:

Studie zur Selbstbefriedigung, in: ots.at

PodcastPinkelpause #42- Mythos Masturbation, in: pinkelpause.podigee.io

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