Ist eine Herzinsuffizienz heilbar?

Katharina Flick

Ständig müde, außer Atem und kaum noch belastbar - so geht es Menschen, die unter einer sogenannten Herzinsuffizienz leiden. Gibt es Hoffnung für sie?

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Inhalt
  1. Herzinsuffizienz: Heilbar oder nicht? 
  2. Wann wird eine Herzinsuffizienz gefährlich?
  3. Herzinsuffizienz vorbeugen und das Herz gesund halten
  4. Natürliche Hilfe für Herz und Kreislauf

Herzinsuffizienz ist der medizinische Begriff für eine Herzschwäche. Bei einem gesunden Herzen pumpt das Herz kontinuierlich Blut durch den Körper, damit alle Organe mit Sauerstoff versorgt werden können. Bei einer Herzinsuffizienz pumpt das Herz weniger Blut durch den Körper. Das bedeutet, dass es zu einer Unterversorgung oder einem Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen in einigen Organen kommen kann. Zudem bildet sich im schlimmsten Fall ein Stau beim Rücklauf des Blutes, da es nicht in vollem Maße vom Herzen aufgenommen werden kann.

 

Herzinsuffizienz: Heilbar oder nicht? 

Eine Herzinsuffizienz ist nicht heilbar, sie lässt sich aber gut behandeln. Die Beschwerden können gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden.

Je nachdem, ob es sich bei einer Herzinsuffizienz um eine sogenannte kompensierte oder dekompensierte Herzschwäche handelt, gibt es unterschiedliche Behandlungsformen

Wurde der Patient beispielsweise schon medikamentös eingestellt und die Symptome sind unter Kontrolle, spricht man von einer kompensierten Herzinsuffizienz. Sie löst nur bei Belastung Symptome aus, im Ruhezustand kann das Herz jedoch noch seine normale Leistung abrufen.

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Verschlimmern sich die Symptome jedoch, z.B. weil eine medikamentöse Therapie vom Patienten nicht eingehalten wird, spricht man von einer dekompensierten Herzinsuffizienz. Hier werden schon bei geringer Belastung Symptome wie Atemnot oder Ödeme hervorgerufen.

Auch wenn eine Herzinsuffizienz nicht heilbar ist, kann man durch die richtige medikamentöse Einstellung und einem gesunden Lebenswandel (Ernährung, Bewegung, Gewichtskontrolle) nahezu symptomfrei bis in ein hohes Alter leben.

 

Wann wird eine Herzinsuffizienz gefährlich?

Die Herzinsuffizienz kann sich schleichend und unbemerkt entwickeln, da das Herz zunächst durch Mehrarbeit die beginnende Herzschwäche ausgleicht.

Gefährlich wird eine Herzinsuffizienz dann, wenn Organe und auch Gewebe nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Je nachdem, welcher Herzbereich betroffen ist, können unterschiedliche Symptome auftreten.

So kann bei einer Rechtsherzinsuffizienz ein erhöhter Druck in der Lunge zu einem Rückstau im Blutfluss führen. Dadurch muss die rechte Herzkammer stärker pumpen, um dies auszugleichen. Die Folge: Das Herz wird überlastet und es kann zu einer Verdickung der Muskelschicht an der rechten Herzkammer führen. Hält die rechte Herzhälfte dieser Überlastung nicht mehr stand, sind Wassereinlagerungen in Bauch und Beinen eine häufige Folge.

Bei einer Linksherzinsuffizienz reicht die Pumpleistung der linken Herzhälfte nicht mehr aus. So staut sich das Blut in die Lungengefäße zurück. Die Folge können gefährliche Wasseransammlungen in der Lunge sein. Im Laufe der Erkrankung kann der Patient zudem an Husten sowie Wassereinlagerungen in den Füßen, Beinen oder der Lunge leiden.

Bei einer sogenannten globalen Herzinsuffizienz arbeiten beide Herzteile nicht mehr so, wie sie sollten. Dadurch können alle vorab genannten Symptome und Krankheitsverläufe auftreten.

Zu weiteren Symptomen aller Formen der Herzinsuffizienz zählen:

 

Herzinsuffizienz vorbeugen und das Herz gesund halten

  • Bewegung

Besonders Bewegung an der frischen Luft fördert ein gesundes Herz-Kreislaufsystem. Ob der lange Spaziergang, die Fahrradtour oder Joggen, liegt bereits eine Herzschwäche vor, sollten Betroffene mit ihrem Arzt absprechen, welche Belastungen für sie möglich sind. Auch Schwimmen kann ein guter Ausgleich sein und ist sehr schonend.

  • Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Grundlage für einen gesunden Körper. Viel Obst und Gemüse und auf eine ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen und Vitaminen zu achten, hält fit und tut dem Körper gut. Bei Herzkranken sollte möglicherweise bestehendes Übergewicht reduziert werden, Salz nur in geringem Maße verwendet werden und die Trinkmenge nach Absprache mit dem Arzt entsprechend angepasst werden.

  •  Sorgen Sie für Entspannung

Yoga, Meditation und autogenes Training können helfen, sich im Alltag mehr zu entspannen und weniger Stress zuzulassen. Gerade für Patienten mit Herzinsuffizienz ist es sinnvoll, nicht immer mit den Gedanken bei der Krankheit zu sein, sondern Wege zur Entspannung zu finden.

  • Auf den Notfall vorbereiten

Patienten können die Arbeit des Notarztes stark vereinfachen, wenn sie einen Notfallpass und ihren aktuellen Medikamentenplan bei sich tragen. Auch Familienmitglieder sollten als Notfallkontakt angegeben sein und über die Medikamente und weiteren Schritte informiert sein.

Weißdorn
Herzinsuffizienz Weißdorn ist Arzneipflanze des Jahres 2019

 

Natürliche Hilfe für Herz und Kreislauf

Doch nicht nur viel Bewegung und die richtige Ernährung schützen unseren Lebensmuskel. Wir können auch sonst eine Menge tun, um unser Herz gesund zu halten. So liefert beispielsweise die Natur eine Reihe von Heilstoffen, die das Herz-Kreislauf-System stärken. Einige dieser Heilstoffe stecken in Weißdorn.

Die Heilpflanze enthält sogenannte oligomere Procyanidine (OPC), die die Durchblutung in den Herzkranzgefäßen verbessern. Zudem senken sie den Blutdruck, verbessern die Pumpkraft des Herzens und schützen vor Herz-Rhythmus-Störungen. Wer unter Herz-Kreislauf-Problemen leidet, kann Weißdorn schon frühzeitig zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems einnehmen.

Weißdorn stärkt aber nicht nur die Leistungsfähigkeit des Herzens, sondern verbessert auch die sogenannte Endothel-Funktion. Denn für unsere Herzgesundheit spielt nicht nur unser Herz selbst eine wichtige Rolle, sondern auch die Innenauskleidung der Blutgefäße (Endothel). Nur wenn diese Innenauskleidung intakt ist, können die Gefäße die ausreichende Versorgung des Körpers mit Sauerstoff sicherstellen.

Bei Weißdorn sind zudem keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt, daher kann man die Heilpflanze gut mit bestehender Medikation, z.B. Bluthochdruck-Mitteln, kombinieren.

Eine Herzinsuffizienz ist in jedem Fall eine behandlungsbedürftige Erkrankung. Auch wenn sie nicht heilbar ist, so lässt es sich jedoch mit einigen Maßnahmen zur Gesunderhaltung und der richtigen ärztlichen Begleitung in den meisten Fällen gut mit dieser Erkrankung leben.

Quellen:

Herzinsuffizienz: Was ist das genau, in: www.ratgeber-herzinsuffizienz.de

Was ist eine Herzinsuffizienz?, in: Herzstiftung.de

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