Insulinresistenz-Symptome: Erkrankung verläuft häufig unbemerkt

Redaktion PraxisVITA

Insulinresistenz-Symptome entwickeln sich häufig über mehrere Jahre hinweg. Betroffene fühlen sich in vielen Fällen unruhig, sie zittern, leiden unter Herzrasen oder Schwindel. Wer eine Insulin-Resistenz aufhalten möchte, sollte sich dringend mit seinem Lebensstil auseinandersetzen. Warum Experten dazu raten, lesen Sie hier.

Ein Mann mit kariertem Hemd
Zu viel Bauchfett erhöht das Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln© iStock

Die Insulinresistenz ist laut Medizinern eine Vorstufe des Diabetes mellitus Typ II. Wer die Insulinresistenz-Symptome erkennt, könnte somit gute Chancen haben, eine drohende Diabeteserkrankung aufzuhalten. Leider ist dieser Schritt nicht einfach umzusetzen, da sich eine Insulinresistenz häufig über mehrere Jahre entwickelt und in vielen Fällen keine Beschwerden verursacht. Oft übersehen betroffene Personen die Insulinresistenz-Symptome oder stufen diese als unwichtig ein.

Wer beispielsweise aufgrund von Diabeteserkrankungen in der Familie bei sich selbst auch eine entsprechende Veranlagung vermutet, sollte auf folgende Insuslinresistenz-Symptome achten:

  • Unruhegefühl bzw. typische Unterzuckerungserscheinungen: Schwindel, Schwitzen, Herzjagen, Blässe, Heißhunger, zittern, weite Pupillen
  • unnatürliche Gewichtszunahme
  • Zyklusstörungen mit unerfülltem Kinderwunsch

Diese Insulinresistenz-Symptome lassen sich auf eine erhöhte Konzentration des Hormons Insulin zurückführen. Wie kommt es zu den erhöhten Insulinwerten? Insulin hat die Aufgabe, den Blutzucker im Körper zu senken. Dieser steigt insbesondere dann an, wenn wir kohlenhydrathaltige Lebensmittel essen. Insulin schleust diesen Zucker aus dem Blut in die Zellen, damit diese Nahrung haben. Anschließend sinkt die Zuckerkonzentration im Blut und der Insulinspiegel fällt.

In einigen Fällen reagieren die Zellen nicht mehr auf die normalen Mengen an Insulin, sodass sie den Zucker aus dem Blut kaum aufnehmen. Aus diesem medizinischen Sachverhalt leitet sich die Bezeichnung der Erkrankung ab, die Insulinresistenz.

Die Bauchspeicheldrüse versucht, einen Ausgleich zu finden, indem sie vermehrt Insulin produziert, damit der Blutzucker sinkt. Das Insulin steigt so lange an, bis die Zellen den Zucker aufnehmen und der Zuckergehalt im Blut wieder fällt. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird aufgrund dieser Überlastung, die mehrere Jahre anhalten kann, in vielen Fällen stark beeinträchtigt, bis sie nicht mehr genügend Insulin produziert. Die Folge ist ein chronisch erhöhter Blutzuckerpsiegel (Hyperglykämie) und damit Diabetes mellitus Typ II.

Es gibt Risikogruppen, bei denen sich die Insulinresistenz-Symptome eher ausbilden. Dazu gehören insbesondere Personen, die folgende Charakteristika aufweisen:

  •  zu viel Bauchfett: Frauen mit einem Bauchumfang von mindestens 94 cm bzw. Männer mit einem Bauchumfang von 100 cm oder mehr haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine Insulinresistenz zu entwickeln.
  • fehlende körperliche Bewegung sowie kalorienreiche Ernährung: Muskelzellen reagieren weniger empfindlich auf die Aufnahme von Insulin, sodass der Blutzucker steigt

Wer also eine Diabeteserkrankung verhindern möchte, sollte nicht nur aufmerksam auf Insulinresistenz-Symptome achten, sondern ebenso seine Lebensführung überprüfen.

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