Insektenschutz: Insektenstichen richtig vorbeugen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Insektenstiche sind vollkommen natürlich, eine hundertprozentige Vorbeugung gibt es nicht. Allerdings können Sie mit dem richtigen Insektenschutz das Risiko für einen Insektenstich – vor allem einen Bienen- oder Wespenstich – senken.

 

Insektenschutz – die wichtigsten Maßnahmen

  • Wenn Sie Speisen oder Getränke im Freien verzehren, dann achten Sie vor allem auf mögliche Insekten, die sich in der Nähe befinden. Wischen Sie sich nach dem Essen den Mund ab und waschen Sie sich die Hände.
  • Lebenswichtiger Insektenschutz: Trinken Sie nicht aus Flaschen oder Getränkedosen, decken Sie Trinkgläser ab oder verwenden Sie Trinkhalme.
  • Verscheuchen Sie Insekten nicht von Futterquellen – vor allem nicht mit hektischen Bewegungen.
  • Bedecken Sie beim Blumen- oder Obstpflücken Ihre Haut weitgehend mit Kleidung. Laufen Sie nicht barfuß und tragen Sie kein offenes Schuhwerk.
  • Achten Sie vor allem bei schwülheißer Witterung auf Insekten. Diese verhalten sich bei solchen Wetterbedingungen unter Umständen aggressiver als sonst.
  • Der einfachste Insektenschutz: Schließen Sie Ihre Wohnungsfenster tagsüber oder sichern Sie sie durch Insektennetze. Schalten Sie abends bei offenem Fenster kein Licht an.
  • Verwenden Sie ein Insektenschutzspray zur Insektenabwehr (z. B. Soventol Protect Intensiv-Schutzspray).
Insektennetz als Insektenschutz
Der optimale Insektenschutz in der Wohnung: Sichern Sie Ihre Fenster durch Insektennetze © istock/sutichak
 

Das Risiko für einen Insektenstich ist unterschiedlich hoch

Allerdings ist auch nicht jeder gleich stark von dem Risiko für einen Insektenstich betroffen. Vor allem Imker, Obstverkäufer, Bäckereiverkäufer, Waldarbeiter, Gärtner, Bauarbeiter oder Personengruppen, die beruflich oder privat viel Zeit im Freien verbringen, sind besonders gefährdet. Neue Studien deuten darauf hin, dass auch die Blutgruppe dabei eine Rolle spielt.

Imker
Da das Risiko für einen Insektenstich im Freien steigt, sind Imker zum Beispiel häufig betroffen © istock/Onfokus
 

Risikofaktoren für allergische Reaktionen auf Insektenstiche

Nicht jeder entwickelt schwere allergische Reaktion auf Insektenstiche, es gibt verschiedene Risikofaktoren:

  • früher zurückliegende schwere allergische Reaktionen auf einen Insektenstich
  • Alter über 40 Jahren
  • vorhandene Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Asthma
  • Einnahme von Betablockern oder ACE-Hemmern
  • körperliche oder psychische Belastungsreaktionen
Insektenschutz
Lebenswichtiger Insektenschutz: Decken Sie Trinkgläser ab oder verwenden Sie einen Strohhalm © istock/Eleonora Tuveri
 

Insektengiftallergie? Notfallset einpacken!

Wenn Sie wissen, dass Sie unter einer Insektengiftallergie leiden, sollten Sie sofort einen Notarzt informieren, sobald Sie wieder gestochen wurden. Außerdem ist es sinnvoll, immer ein Notfallset mit sich zu führen. Dieses sollte ein schnell wirkendes Antiallergiemittel (Antihistaminikum) und Glukokortikoid-Tabletten enthalten. In manchen Fällen sind auch Fertigspritzen mit Adrenalin sinnvoll, die selbst in einen Muskel gespritzt werden können.

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